Ausbildung zum Berufskraftfahrer/in im Güterverkehr

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© Willmy

Berufsbild

Als Berufskraftfahrer bist du ständig auf Achse. Dein Arbeitsplatz ist die Fahrerkabine, und deine Aufgabe ist es, die Ladung sicher und zuverlässig an ihren Zielort zu bringen. Das bedeutet mehr als nur Fahren: Du planst auch die Route, hilfst beim Be- und Entladen, sicherst die Ladung und erledigst kleinere Reparaturen am Fahrzeug. Wenn du im Fernverkehr arbeitest, bist du oft mehrere Tage unterwegs – auch im Ausland. Die längeren Fahrten können schon ziemlich anstrengend sein. Arbeiten kannst du bei Speditionen und allen anderen Firmen, die Dinge von A nach B transportieren müssen. Jobs gibt es auch im Personenverkehr, zum Beispiel als Busfahrer.

Hallo, Zukunft! Berufskraftfahrer – Spezial

Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Güterverkehr 2014

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 325 bis 800 Euro

2. Ausbildungsjahr: 340 bis 850 Euro

3. Ausbildungsjahr: 371 bis 890 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 3.8.2015)

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im Laufe der Ausbildung erwirbst du die notwendigen Führerscheine.

Aufgaben

Deine wichtigste Aufgabe als Berufskraftfahrer ist es, das Fahrzeug sicher zu steuern – ob das nun ein Sattelschlepper, ein Betonmischer oder ein Omnibus ist. Obwohl du Termine oder Fahrpläne einhalten musst, bleibst auch auf langen Fahrten konzentriert und hältst dich an Verkehrsregeln und Ruhezeiten. Im Fernverkehr musst du auch mal Überstunden einplanen. Zum Beispiel, wenn du nach einer längeren Wartezeit an der Grenze einen Termin einhalten musst.

Weil du so viel unterwegs bist, ist dein Fahrzeug auch starken Belastungen ausgesetzt. Deshalb achtest du darauf, dass es stets in einem einwandfreien Zustand ist. Du überprüfst zum Beispiel regelmäßig die Reifen, den Ölstand oder die Bremsen. Wenn doch mal eine Panne auftritt, weißt du dir zu helfen. Kleinere Reparaturen erledigst du gleich selbst.

Bist du am Ziel angekommen, hilfst du beim Be- und Entladen deines Lastwagens und achtest darauf, den Frachtraum optimal auszunutzen. Bevor es wieder auf Tour geht, sicherst du die Ladung für den Transport, zum Beispiel mit Hilfe von Spanngurten. Bei dieser Arbeit kann man schon mal ins Schwitzen kommen.

Beim Planen der optimalen Reiseroute helfen dir Karten und dein Navigationsgerät. Trotzdem musst du oft selbst entscheiden, wie du am besten ans Ziel gelangst. Außerdem achtest du darauf, dass deine Fracht- und Zollpapiere stets stimmen. Für deine Kunden stehst du immer als kompetenter und freundlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Logistikberufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Berufskraftfahrer sehr wichtig und was eher nebensächlich ist.  


  • Organisationstalent:

    Was du wie und wohin transportieren musst, legt meistens dein Auftraggeber fest. Trotzdem ist in diesem Beruf auch Organisationsgeschick gefragt. Zum Beispiel wenn du wegen eines Staus die Route neu planen musst.

  • Kommunikationsstärke:

    Diese Fähigkeit ist auch für Berufskraftfahrer im Güterverkehr wichtig. Denn nicht nur beim Be- und Entladen hälst du Kontakt zum Kunden und zu deinem Arbeitgeber.

  • Englischkenntnisse:

    Englisch brauchst du eher selten in diesem Beruf, vor allem wenn du hauptsächlich Kurzstrecken fährst. Als Fernfahrer kann es natürlich schon praktisch sein, sich im Ausland verständigen zu können.

  • Technikverständnis:

    Mit modernen Technologien und Fahrzeugtechniken musst du dich gut auskennen und umgehen können, damit du beispielsweise Geräte zur Navigation oder den digitalen Tachografen sicher bedienen kannst.

  • Fitness:

    Als Berufskraftfahrer macht es dir nichts aus, wenn du auch mal mit anpackst. Zum Beispiel beim Be- oder Entladen des Lastwagens oder beim Sichern der Ladung. Nach einer Panne können kleinere Reparaturen am Fahrzeug körperlich ziemlich anstrengend sein.

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Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr & Logistik.