Ausbildung zum Berufskraftfahrer /-in im Personenverkehr

Berufskraftfahrer Personenverkehr, Ausbildung
© Videri Concept

Berufsbild

Ob du mit dem Linienbus Fahrgäste über Stadt und Land transportierst oder mit dem Reisebus Touristen nach Italien bringst – als Berufskraftfahrer im Personenverkehr bist du immer für deine Passagiere da. Du verkaufst Fahrscheine, verstaust das Gepäck und hast stets Infos über den Fahrplan oder die Reiseroute parat. Aber das Wichtigste ist, dein Fahrzeug sicher und zuverlässig ans Ziel zu steuern. Dazu gehört es übrigens auch, vor Fahrtantritt die Bremsen und den Motor zu überprüfen und unterwegs auch kleinere Reparaturen zu erledigen. Arbeit findest du bei Verkehrsbetrieben und Busunternehmen, aber auch als Taxifahrer. Eine Alternative bietet dir auch der Güterverkehr

Ausbildung zum Berufskraftfahrer/-in im Güterverkehr

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 325 bis 800 Euro

2. Ausbildungsjahr: 340 bis 850 Euro

3. Ausbildungsjahr: 371 bis 890 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 3.8.2015)

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im Laufe der Ausbildung erwirbst du die notwendigen Führerscheine. 

Aufgaben

Als Berufskraftfahrer ist dein Platz meist hinter dem Lenkrad. Im Linienverkehr bringst du deine Passagiere von Haltestelle zu Haltestelle und hältst dich genau an den Fahrplan. Im Reiseverkehr führt Dich dein Weg meist über längere Strecken, nicht selten auch ins Ausland. Wohin es auch geht: Am Steuer bleibst du stets konzentriert und hältst dich immer an die Verkehrsregeln.

Im Personenverkehr gilt: Der Kunde ist König! Du bist stets freundlich und hilfsbereit – ob du nun Fahrscheine kontrollierst, Fahrplanauskünfte gibst oder im Reisebus Snacks verkaufst. Du behältst auch die Nerven, wenn sich Kinder an der Haltestelle drängeln oder ein Stau die Route blockiert. Sicherheit geht immer vor.

Ein typischer Arbeitstag beginnt damit, dass du den Ölstand, den Reifendruck und die Bremsen deines Fahrzeugs prüfst. Im Reisebus schaust du nach, ob in der Bordküche und der Toilette alles in Ordnung ist. Dann planst du sorgfältig deine Route. Unterwegs weißt du dir auch zu helfen: Wenn mal eine Panne passiert, erledigst du kleinere Reparaturen gleich selbst.

Wenn du alle Fahrgäste abgeliefert hast, ist dein Arbeitstag oft noch nicht vorbei: Du sorgst dafür, dass dein Fahrzeug wieder in einem einwandfreien Zustand ist oder kümmerst dich um die Abrechnung der verkauften Bordgetränke. Unregelmäßige Arbeitszeiten kommen vor, etwa wenn du längere Strecken im Reisebus zurücklegst oder am Steuer des Nachtbusses sitzt.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Berufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Berufskraftfahrer im Personenverkehr sehr wichtig ist und was eher nebensächlich. 


  • Kommunikation mit Kunden

    Als Berufskraftfahrer im Personenverkehr hast du sehr viel Kontakt mit deinen Fahrgästen. Du bist immer höflich, hilfsbereit und gelassen. Denn guter Service steht für dich an erster Stelle!

  • Englischkenntnisse anwenden

    In diesem Beruf musst du kein Sprachgenie sein. Englischkenntnisse kannst du trotzdem gut gebrauchen – etwa wenn dich ein Tourist nach dem Fahrpreis fragt, oder wenn du mit dem Reisebus im Ausland unterwegs bist.

  • Organisieren

    Im Linienverkehr musst du meist nicht so viel organisieren. Als Reisebusfahrer ist dein Organisationsgeschick eher gefragt, etwa wenn du längere Routen ins Ausland planst.

  • Moderne Technologien einsetzen

    Mit komplizierten Geräten hast du eher selten zu tun. Ein Händchen für die Technik deines Fahrzeugs ist in diesem Beruf aber trotzdem gefragt.

  • Zupacken

    Da du die meiste Zeit am Steuer verbringst, ist Zupacken in diesem Beruf nicht so wichtig. Beim Einladen der Gepäckstücke oder bei Reparaturen am Fahrzeug kann man trotzdem ins Schwitzen kommen.

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Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr & Logistik.