Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

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Berufsbild

Sie sind das Rückgrat der Logistikbranche: Wenn irgendwo Waren von A nach B transportiert werden, haben Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung die Fäden in der Hand. Du nimmst Aufträge an, kalkulierst die Kosten, kümmerst dich um die Formulare, organisierst die Warenlagerung und planst die Route sowie die Art des Transports – ob auf Straße oder Schiene, auf dem Wasser oder in der Luft. Weil du so vielseitig bist, kannst du Arbeit bei allen Unternehmen finden, die Güter transportierten, umschlagen und lagern. Also zum Beispiel bei Speditionen, aber auch bei Paketdiensten, Fluggesellschaften, Häfen oder Lagerbetrieben.

Ausbildung zum/-r Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 325 bis 800 Euro

2. Ausbildungsjahr: 340 bis 850 Euro

3. Ausbildungsjahr: 371 bis 890 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 3.8.2015)

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

 

Aufgaben

Am Anfang jedes Transports steht der Kunde, der etwas befördern möchte – und du willst, dass deine Firma den Auftrag bekommt. Du überzeugst ihn mit dem besten Preis, dem schnellsten und sichersten Transport und der professioneller Abwicklung. Oft erledigst du zum Beispiel auch das Lagern, den Zoll und die Versicherung für ihn.

Dein Ziel ist es, die Logistik perfekt zu organisieren. Du klärst Termine und Routen und überlegst auch, ob du mehrere Lieferungen zusammenlegen kannst. Dann legst du die Route fest, teilst einen Fahrer ein und stimmst dich mit dem Lager ab. Trotz aller Planung kann auch mal was dazwischenkommen: Ein Lkw ist defekt, am Flughafen wird gestreikt, auf der Autobahn herrscht Stau? Kein Problem für dich: Transporte kurzfristig und unter Termindruck umzuorganisieren, gehört mit dazu.

Du kannst auch in der Lagerorganisation arbeiten – zum Beispiel im Umschlaglager einer Spedition oder bei einem Betrieb, der die Lagerhaltung anderer Unternehmen übernimmt. Hier kümmerst du dich zum Beispiel um die Papiere, und Bestandslisten oder um das Abrechnen der Lagerkosten. Eine wichtige Aufgabe ist auch das Komissionieren, also das Zusammenstellen einer Lieferung aus den Lagerbeständen.

Neben dem eigentlichen Transport und dem Lagerwesen gibt es noch eine Menge anderer Dinge zu organisieren: Du kümmerst dich zum Beispiel um Zollformalitäten, stellst Lieferscheine aus, überprüfst ankommende Waren auf Schäden und erstellst Statistiken über den Warenumsatz. Du kannst natürlich auch andere kaufmännische Aufgaben übernehmen, zum Beispiel in der Buchhaltung oder im Marketing.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Logistikberufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen sehr wichtig – und was eher nebensächlich ist.  


  • Organisationstalent

    Organisation ist in diesem Beruf das A und O. Du kümmerst dich um alle Details, so dass Transporte reibungslos über die Bühne gehen und das Lager effizient arbeiten kann.

  • Kommunikationsstärke

    Du bist für Kunden der Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Transport und das Lagern von Gütern. Du bist immer hilfsbereit und freundlich, auch wenn du stark unter Zeitdruck stehst – zum Beispiel, weil ein Transport in letzter Minute umorganisiert werden muss.

  • Englischkenntnisse

    Logistik findet heute weltumspannend statt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du in diesem Beruf gut Englisch kannst. Wenn du noch andere Sprachen kannst – umso besser!

  • Technikverständnis

    Ohne moderne Technik läuft in der Transport- und Logistikbranche nichts. Mit Hilfe von GPS-Ortungstechnik kannst du zum Beispiel vom Bildschirm aus erkennen, wo sich die Lastwagen deines Fuhrparks gerade befinden.

  • Fitness

    Du arbeitest vor allem am Schreibtisch. Trotzdem kann es schon mal vorkommen, dass du mit anpackst – zum Beispiel, wenn bei einer großen Lieferung im Lager mal Not am Mann ist oder wenn ein Fahrer Hilfe beim Einladen braucht.

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