Ausbildung zum Servicefahrer/-in

Servicefahrer
© Willmy

Berufsbild

Als Servicefahrer bietest du deinen Kunden alles aus einer Hand: Du lieferst nicht nur Waren aus, sondern bringst diese vor Ort auch gleich an den Platz, wo sie hingehören. Was genau dabei zu tun ist, hängt ganz von der Firma ab, für die du arbeitest. Einige Beispiele: Du kannst Pakete an der Pforte abliefern, Möbel aufbauen, dem Kunden die Bedienung von Elektrogeräten erklären, Wäsche zur Reinigung abholen oder Getränkeautomaten und Ladenregale auffüllen. Einen Arbeitsplatz findest du bei allen Firmen, die einen Lieferservice für ihre Kunden anbieten – von A wie Automatenaufsteller bis Z wie Zulieferdienste in der Logistikbranche.

Ausbildung zum/-r Servicefahrer/-in

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 546 bis 602 Euro

2. Ausbildungsjahr: 615 bis 672 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 3.8.2015)

Dauer

Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Im Laufe der Ausbildung erwirbst du die notwendigen Führerscheine.

 

Aufgaben

In diesem Beruf bist du viel mit dem Lastwagen oder Transporter unterwegs. Auch schlechtes Wetter oder dichter Verkehr halten dich nicht auf. Schließlich vertrauen deine Kunden darauf, dass du die Ware zuverlässig und pünktlich lieferst. Sicherheit steht trotzdem an erster Stelle – darum hältst du dich auch immer an die Verkehrsregeln. Außerdem pflegst du dein Fahrzeug, zum Beispiel indem du regelmäßig die Bremsen überprüfst.

Ganz wichtig ist es, dass du vor deiner Tour die Route gut planst. Es geht darum, wie du möglichst viele Kunden in möglichst kurzer Zeit anfahren kannst. Unterwegs bringen dich kurzfristige Planänderungen nicht aus der Ruhe – zum Beispiel, weil ein Kunde die Ware ein paar Stunden früher braucht. Oft musst du für deine Touren früh aufstehen, nachts oder am Wochenende arbeiten.

Das Be- und Entladen gehört zur täglichen Routine. Noch in der Firma schaust du dir die Lieferscheine an und räumst alles in der entsprechenden Reihenfolge ins Fahrzeug. Außerdem achtest du darauf, dass die Ladung gut gesichert ist. Vor Ort lädst du die Ware dann aus und trägst sie dorthin, wo sie gebraucht wird. Oft holst du auch Sachen beim Kunden ab, zum Beispiel leere Getränkekisten. Die kommen dann ganz nach hinten in den Lieferwagen.

Als Servicefahrer bist du der Ansprechpartner deiner Firma vor Ort. Du lässt dir nicht nur Lieferscheine quittieren und nimmst die Bezahlung entgegen, sondern besprichst auch gleich den nächsten Liefertermin oder erklärst dem Kunden ein neues Angebot deiner Firma. Guter Service heißt, dass du immer freundlich und hilfsbereit bist – auch wenn der Kunde mal eine Beschwerde hat.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Logistikberufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Servicefahrer sehr wichtig ist – und was eher nebensächlich ist.  


  • Organisationstalent

    Der Kunde braucht die Ware nun doch schon früher? Auf der geplanten Route ist ein Stau? Du behältst immer die Ruhe und findest fix eine Lösung für solche Probleme.

  • Kommunikationsstärke

    Du bist der Ansprechpartner deiner Firma vor Ort beim Kunden. Als Servicefahrer kannst du gut mit Menschen umgehen und bist immer freundlich und hilfsbereit.

  • Englischkenntnisse

    Fremdsprachen brauchst du als Servicefahrer eher selten. Du kannst trotzdem Englisch? Umso besser! Dann kannst du dich mit Kunden verständigen, die aus anderen Ländern stammen und nicht so gut Deutsch sprechen.

  • Technikverständnis

    Moderne Technologien sind in diesem Beruf meistens nicht so wichtig. Wenn du für deine Firma kompliziertere Elektrogeräte ausliefern und installieren sollst, dann erklären dir die Kollegen, wie das funktioniert.

  • Fitness

    Als Servicefahrer fackelst du nicht lange, wenn es gilt, mit anzupacken. Das gehört bei diesem Beruf einfach dazu.

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."