02.05.2014 | Auslandsaufenthalt

Auslandspraktika: Gewinn für Azubis und Betriebe

Nur rund vier Prozent der Auszubildenden in Deutschland absolvieren ein Praktikum im Ausland. Oft fehlt es an Information und Unterstützung bei der Organisation. Eine Info-Hotline in der Europawoche vom 5. bis zum 9. Mai soll das ändern.

Praktikum, Beruf, Ausbildung, Schule
Während für Studenten ein Auslandssemester meist selbstverständlich ist, absolvieren nur wenige Azubis ein Praktikum im Ausland. © Photo-K/Fotolia

Vier Wochen im italienischen Vicenza – das klingt nach Urlaub. Doch vier Auszubildende aus Oldenburg, zwei Maler und zwei Elektroniker für Gebäudetechnik, sind zum Lernen und Arbeiten in den Süden gereist. Nach einer Woche Intensivsprachkurs Italienisch absolvieren sie dreiwöchige Praktika in verschiedenen italienischen Betrieben. 

Brigitte Hefele, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Oldenburg, hat die Auszubildenden und Betriebe bei der Organisation und Durchführung des Auslandsaufenthalts unterstützt. Sie ist überzeugt, dass jeder Lehrling während seiner Ausbildung ein Praktikum im Ausland absolvieren sollte. "Die jungen Menschen erweitern sowohl ihre fachlichen als auch sozialen Kompetenzen und entwickeln sich persönlich weiter", betont Hefele. Auch die Betriebe profitieren davon. "Mit der Möglichkeit, Auszubildenden und jungen Fachkräften ein Auslandspraktikum anzubieten, steigern sie einerseits ihre Attraktivität als Ausbildungsunternehmen und knüpfen andererseits wichtige Kontakte ins Ausland", sagt Jutta Rathmann, Mobilitätsberaterin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen.

Da die Organisation solcher Praktika aufwendig und zeitintensiv ist, sind insbesondere kleinere und mittlere Betriebe hierbei auf Unterstützung angewiesen. Beratung bietet das Netzwerk der rund 40 Mobilitätsberater an IHKs sowie Handwerkskammern im Rahmen des Programms "Berufsbildung ohne Grenzen". Mit der "Mobi-Hotline" unter 0 18 05/60 07 72 (0,14 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 0,42 Euro/Minute mobil) informieren die Mobilitätsberater während der Europawoche vom 5. bis 9. Mai 2014 jeweils zwischen 9 und 16 Uhr Unternehmen und Auszubildende schnell und unkompliziert zu allen Fragen rund um die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Auslandsaufenthalten.

Das Programm "Berufsbildung ohne Grenzen" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Es wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des BMAS.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Mobilitätsberatern von "Berufsbildung ohne Grenzen"

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