25.10.2019 | Gesetzesnovelle

Azubi-Mindestlohn kommt

Gute Nachrichten für Azubis, die bislang nur eine geringe Ausbildungsvergütung erhalten: Der Bundestag hat die Einführung eines Mindestlohns im kommenden Jahr beschlossen.

Geld Euro
Ab 2020 dürfte es für so manchen Azubi mehr Geld geben © CHROMORANGE/dpa/picture-alliance

Ab 2020 wird ein Mindestlohn für Azubis eingeführt. So hat der Bundestag am 24. Oktober der Novelle des Berufsbildungsgesetzes zugestimmt, deren Herzstück die Einführung einer Mindestvergütung für Auszubildende ist. Sie soll für neue Ausbildungsverträge ab 1. Januar 2020 gelten, die außerhalb der Tarifbindung liegen. Zunächst soll die Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr monatlich 515 Euro betragen. 2021 erhöht sie sich auf 550 Euro, 2022 auf 585 Euro und 2023 auf 620 Euro.

Im weiteren Verlauf der Ausbildung steigt die Mindestvergütung: um 18 Prozent im zweiten Jahr, um 35 Prozent im dritten und um 40 Prozent im vierten Ausbildungsjahr. „Damit wird der steigende Beitrag Auszubildender zur betrieblichen Wertschöpfung spürbar Rechnung getragen“, sagte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Darüber hinaus soll künftig möglich sein, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Bisher ist dies nur für leistungsstarke Auszubildende zulässig, die alleinerziehend sind oder Angehörige pflegen. Künftig soll dieser Weg insbesondere auch Geflüchteten, lernbeeinträchtigten Menschen sowie Menschen mit Behinderungen offen stehen. Voraussetzung für eine Ausbildung in Teilzeit ist allerdings die Zustimmung des Ausbildungsbetriebs.

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