Ausbildung zum Binnenschiffer/-in

Binnenschifferin
© Willmy

Berufsbild

Als Binnenschiffer bist du auf Flüssen und Kanälen in ganz Europa unterwegs – und das oft mehrere Wochen am Stück. Du hilfst beim Steuern und Navigieren des Schiffes und sorgst dafür, dass die geladene Fracht sicher den Hafen erreicht. Du greifst auch mal zu Schrubber, Schraubenzieher oder Malerpinsel. Schließlich soll das Schiff in einwandfreiem Zustand bleiben. Viele Binnenschiffer arbeiten bei Gütertransportfirmen, die schwere Fracht wie Kohle und Eisenerz, aber auch Container oder Chemikalien laden. Aber auch in der Personenschifffahrt gibt es Jobs, zum Beispiel auf Fähren oder Ausflugsschiffen.

Ausbildung zum Binnenschiffer/-in

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 863 bis 936 Euro

2. Ausbildungsjahr: 988 bis 1.071 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.115 bis 1.209 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 1.8.2017)

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

 

 

Aufgaben

Als Binnenschiffer ist es deine Aufgabe, dem Schiffsführer beim Steuern und Navigieren des Schiffs zu helfen. Mit entsprechender Berufserfahrung darfst du auch selbst ans Steuer. Obwohl du dafür auf die Hilfe von elektronischen Instrumenten und Geräten wie Autopilot oder Radar zählen kannst, bleibst du stets voll konzentriert. Vor allem an Engstellen und Schleusenanlagen oder beim An- und Ablegen im Hafen gilt es, besonders sorgfältig zu steuern.

Auf einem Schiff gibt es immer was zu tun. Damit der Motor rund läuft, überprüfst du den Ölstand und schmierst das Getriebe. Und wenn irgendwo die Farbe abblättert, bist du mit dem Malerpinsel zur Stelle. Außerdem hältst du das Deck sauber und erledigst viele andere Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die anfallen.

Wenn du auf einem Güterschiff arbeitest, dann hilfst du schon mal im Hafen mit beim Be- und Entladen der Fracht. Dafür benutzt du Kräne oder Pumpenanlagen. Vor der Abfahrt prüfst du die Transportpapiere und schaust, ob alles sicher verstaut ist. Auch unterwegs wirfst du einen Blick in den Laderaum. Denn wenn die Fracht verrutscht, kann das die Sicherheit des Schiffs gefährden.

Wenn du auf einem Passagierschiff arbeitest, gehört auch das Betreuen der Fahrgäste zu deinen Aufgaben. Ob du die Passagiere an Bord begrüßt, Fahrkarten verkaufst und kontrollierst oder den Fahrplan erklärst – du bist immer freundlich und zuvorkommend.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Logistikberufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Binnenschiffer sehr wichtig – und was eher nebensächlich ist.


  • Organisationstalent

    Als Binnenschiffer solltest du Organisationsgeschick mitbringen – zum Beispiel wenn du für das Einkaufen des Schiffsproviants zuständig bist. Oder wenn du Stau- und Ladepläne für die Fracht erstellst.

  • Kommunikationsstärke

    Kommunikation mit Kunden ist meistens nicht so wichtig in diesem Beruf. Eine Ausnahme: Wenn du auf einem Passagierschiff arbeitest, hast du viel Kontakt zu den Fahrgästen.

  • Englischkenntnisse

    Englischkenntnisse musst du als Binnenschiffer eher selten anwenden. Weil du vielleicht auch auf Flüssen und Kanälen im Ausland unterwegs bist, kann es natürlich nie schaden, wenn du dich vor Ort verständigen kannst.

  • Technikverständnis

    Moderne Techniken gehören zum Alltag auf Binnenschiffen. Ob Autopilot und Radar, elektronische Ankerwinde oder Frachtkran – du solltest diese Geräte sicher bedienen können.

  • Fitness

    Trotz technischen Hilfsmitteln solltest du auch zupacken können. Zum Beispiel beim Laden der Fracht oder bei Reparaturen und Wartungsarbeiten an den Maschinen.

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."