Ausbildung zum Informatikkaufmann/ -frau

Ausbildung, Informatikkaufmann/-frau
© Hermes

Berufsbild

Informatikkaufleute sind Experten für Computer und Software, zum Beispiel bei Speditionen. Dort bist du etwa gefragt, wenn neue IT-Systeme angeschafft werden sollen – vom einfachen Drucker bis zur komplexen Softwarelösung für die Warenerfassung im Lager. Du überlegst dir, was das neue Gerät oder System leisten soll, holst Angebote ein und suchst das beste und günstigste aus. Oft installierst du die neuen Programme gleich selbst, schließt alle Hardwarekomponenten an und richtest das Netzwerk ein. Anschließend schulst du deine Kollegen im Umgang mit der neuen Technik. Gibt es später noch ein technisches Problem, bist du oft der erste Ansprechpartner im Haus. Übrigens: Mit dieser Ausbildung findest du nicht nur Arbeit in der Logistikbranche, sondern in vielen Unternehmen, die mit Computern arbeiten – also praktisch in jeder Branche.

Ausbildung zum/-r Informatikkaufmann/-frau

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 936 bis 1.010 Euro

2. Ausbildungsjahr: 987 bis 1.057 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.056 bis 1.150 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 1.8.2017)

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre.



Aufgaben

In diesem Beruf bist du als Kaufmann oder Kauffrau mit speziellem Computerwissen gefragt. Wenn dein Unternehmen beispielsweise ein neues Programm oder einen neuen Rechner kaufen will, klärst du zunächst, was das System alles können muss. Dann schaust du, welche Lösungen es am Markt gibt, holst per E-Mail oder Telefon Angebote von IT-Anbietern ein, vergleichst die Leistungen und verhandelst über die Preise. Auch das Erstellen und Prüfen der Rechnungen gehört zu deinen Aufgaben.

Wenn das neue System im Haus ist, ist die Arbeit oft nicht getan. Du installierst die neuen Komponenten und Programme und passt diese an das bestehende System an. Dabei arbeitest du oft mit anderen IT-Kräften zusammen, also zum Beispiel mit Programmierern und IT-Administratoren.

Dann zeigst du deinen Kollegen im Haus, wie man das neue System benutzt. Manchmal organisierst du dafür auch kleine Schulungen. Hier ist Kommunikationstalent und Geduld gefragt: Deine Aufgabe ist es, alles so zu erklären, dass es auch wirklich jeder versteht.

Gerade bei kleineren Unternehmen sind Informatikkaufleute oft die einzigen Computerexperten im Haus. Hat einer deiner Kollegen ein technisches Problem, stehst du ihm mit Rat und Tat zur Seite. Der Drucker funktioniert nicht mehr, der Rechner meldet eine Viruswarnung oder die Supply-Chain-Management-Software macht Probleme? Dann organisierst du entweder Hilfe von außen oder kümmerst dich gleich selbst um den Fehler, richtest den Rechner neu ein und tauschst defekte Hardware aus.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Logistikberufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Informatikkaufleute sehr wichtig und was eher nebensächlich ist.  


  • Moderne Technologien einsetzen

    Informatikkaufleute sind Experten für alle Themen rund um den Computer. In diesem Beruf bist du absolut sicher im Umgang mit neuer Hard- und Software und hältst dich immer auf dem aktuellen Stand der Technik.

  • Organisieren

    In diesem Beruf brauchst du viel Organisationsgeschick, zum Beispiel wenn es gilt, die Installation einer neuen Software und die entsprechenden Schulungen in deinem Unternehmen zu organisieren.

  • Kommunikation mit Kunden

    In diesem Beruf hast du viel Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern, zum Beispiel wenn du Angebote für einen Rechner oder eine neue Software einholst. Deine Kommunikationsstärke ist auch gefragt, wenn du den Kollegen die Bedienung neuer Programme erklärst.

  • Englischkenntnisse anwenden

    In diesem kaufmännischen Beruf sind Fremdsprachenkenntnisse nicht ganz so wichtig. Es versteht sich aber von selbst, dass du das Fachenglisch des IT-Bereichs trotzdem sicher beherrschst.

  • Zupacken

    Deine Aufgaben erledigst du hauptsächlich vor dem Bildschirm im Büro. Körperliche Fitness ist also nicht so wichtig. Trotzdem wird es gerne gesehen, wenn du mal mit anpackst, etwa wenn ein neuer Rechner geliefert wird

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Andreas Scheuer

Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."