Ausbildung zum Servicefahrer/-in

Servicefahrer 2022
© Auremar/Adobestock.com

Berufsbild

Als Servicefahrer/-in bietest du deinen Kunden alles aus einer Hand: Du lieferst nicht nur Waren aus, sondern bringst diese vor Ort auch gleich an den Platz, wo sie hingehören. Was genau dabei zu tun ist, hängt ganz von der Firma ab, für die du arbeitest. Einige Beispiele: Du kannst Pakete an der Pforte abliefern, Möbel aufbauen, dem Kunden die Bedienung von Elektro- oder Hausgeräten erklären, Wäsche zur Reinigung abholen oder auch Getränkeautomaten und Ladenregale auffüllen. Einen Arbeitsplatz findest du bei allen Firmen, die einen Lieferservice für ihre Kunden anbieten – von A wie Automatenaufsteller bis Z wie Zulieferdienste in der Logistikbranche.

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 800 Euro

2. Ausbildungsjahr: 870 Euro

Quelle: Berufenet (Stand: 1.1.2022)

Dauer

Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Im Laufe der Ausbildung erwirbst du die notwendigen Führerscheine.

 

Aufgaben

In diesem Beruf bist du viel mit dem Lkw oder Transporter unterwegs. Auch schlechtes Wetter oder dichter Verkehr halten dich nicht auf. Schließlich vertrauen deine Kunden darauf, dass du die Ware zuverlässig und pünktlich lieferst. Sicherheit steht trotzdem an erster Stelle – darum hältst du dich auch immer an die Verkehrsregeln. Darüber hinaus berätst du Kunden, weist sie in die Bedienung eines ausgelieferten Geräts ein oder nimmst Reklamationen an.

Ganz wichtig ist es, dass du vor deiner Tour die Route gut planst. Es geht darum, wie du möglichst viele Kunden in möglichst kurzer Zeit anfahren kannst. Unterwegs bringen dich kurzfristige Planänderungen nicht aus der Ruhe – zum Beispiel, weil ein Kunde die Ware ein paar Stunden früher braucht. Oft musst du für deine Touren früh aufstehen, nachts oder am Wochenende arbeiten.

Das Be- und Entladen gehört zur täglichen Routine. Noch in der Firma schaust du dir die Lieferscheine an und räumst alles in der entsprechenden Reihenfolge ins Fahrzeug. Dabei achtest du darauf, dass die Ladung gut gesichert ist – schließlich darf auf dem Weg zum Kunden nichts kaputtgehen. Vor Ort lädst du die Ware dann aus und trägst sie genau dorthin, wo sie gebraucht wird. Oft holst du auch Sachen beim Kunden ab, zum Beispiel leere Getränkekisten.

Als Servicefahrer/-in repräsentierst du deine Firma vor Ort. Du lässt dir nicht nur Lieferscheine quittieren und nimmst die Bezahlung entgegen, sondern besprichst auch gleich den nächsten Liefertermin oder erklärst dem Kunden ein neues Angebot deiner Firma. Guter Service heißt, dass du immer freundlich und hilfsbereit bist – auch wenn der Kunde mal eine Beschwerde hat.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Logistikberufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für Servicefahrer sehr wichtig ist – und was eher nebensächlich ist.  


  • Organisationstalent

    Der Kunde braucht die Ware nun doch schon früher? Auf der geplanten Route ist ein Stau? Du behältst immer die Ruhe und findest fix eine Lösung für solche Probleme.

  • Kommunikationsstärke

    Du bist der Ansprechpartner deiner Firma vor Ort beim Kunden. Als Servicefahrer kannst du gut mit Menschen umgehen und bist immer freundlich und hilfsbereit.

  • Englischkenntnisse

    Du kannst Englisch oder eine andere Fremdsprache? Umso besser! Gute Fremdsprachenkenntnisse sind in diesem Beruf zwar keine Pflicht, aber ein absoluter Bonus: Dann kannst du dich mit Kunden verständigen, die aus anderen Ländern stammen und nicht so gut Deutsch sprechen.

  • Technikverständnis

    Technik- oder IT-Kenntnisse sind in diesem Beruf meistens nicht so wichtig. Wenn du für dein Unternehmen aber Elektrogeräte ausliefern und beim Kunden installieren sollst, dann wirst du darin genau geschult.

  • Fitness

    Als Servicefahrer fackelst du nicht lange, wenn es gilt, mit anzupacken. Das gehört bei diesem Beruf einfach dazu.

Servicefahrer Abschlüsse Ausgabe 2022

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