Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb

Fachkraft Fahrbetrieb, Ausbildung, Transport, Personenverkehr
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Berufsbild

Als Fachkraft im Fahrbetrieb bist du vielseitig einsetzbar. Du steuerst zum Beispiel Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs – vom Stadtbus über die Straßenbahn bis hin zur U-Bahn. Oder du arbeitest am Kundenschalter, verkaufst Fahrscheine und informierst die Fahrgäste über Preise und Verbindungen. Nicht zuletzt kannst du auch im Büro oder im technischen Service tätig sein: Dann erstellst du etwa die Schichtpläne der Mitarbeiter oder organisierst die Reinigung der Fahrzeuge. Arbeit findest du bei allen Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs – also zum Beispiel bei Verkehrsbetrieben.

Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb

Vergütung

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen im öffentlichen Dienst pro Monat:

1. Ausbildungsjahr: 881 Euro

2. Ausbildungsjahr: 948 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.014 Euro

Quelle: Berufnet (Stand: 1.8.2017)

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

 

Aufgaben

Als Fachkraft im Fahrbetrieb bist du immer für die Kunden da, etwa als Servicemitarbeiter am Infoschalter, an Bahnsteigen und Haltestellen oder direkt in den Fahrzeugen. Dort informierst du die Fahrgäste über Ticketpreise und Tarifzonen, die schnellsten Verbindungen und auch über eventuelle Verspätungen und Betriebsstörungen. Es versteht sich von selbst, dass du auch in stressigen Situationen stets freundlich und hilfsbereit bleibst!

Ob Stadtbus, Straßenbahn oder U-Bahn: Als Fahrer im öffentlichen Personennahverkehr bringst du deine Passagiere immer sicher und pünktlich ans Ziel. Dabei hältst du dich stets an die Verkehrs- und Betriebsregeln. Vor Fahrtantritt überprüfst du dein Fahrzeug gründlich: Ist alles sauber und funktionstüchtig? Wenn unterwegs mal eine Störung auftritt, nimmst du auch kleinere Reparaturen vor.

Wenn du im Innendienst arbeitest, ist der PC dein wichtigstes Arbeitsgerät, etwa wenn du Rechnungen bearbeitest oder die Dienstpläne für den nächsten Monat erstellst. Auch bei dieser Arbeit im Büro steht die Zufriedenheit der Fahrgäste immer im Mittelpunkt deiner Arbeit. Zum Beispiel, wenn du dir überlegst, wie man einzelne Linien besser vernetzten könnte.

Auch im technischen Service eines Verkehrsunternehmens gibt es einiges für dich zu tun. Dort organisierst du zum Beispiel die Reinigung, die Reparatur und das Auftanken der Fahrzeuge. Oder du behältst die Flotte von den Bildschirmen der Leitstelle aus im Blick, von wo aus du auch immer in Kontakt mit den Fahrern stehst. Fällt ein Bus wegen einer Panne aus, sorgst du so schnell wie möglich für ein Ersatzfahrzeug.

Wie wichtig ist

In den verschiedenen Berufen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Hier siehst du, was für eine Fachkraft im Fahrbetrieb sehr wichtig ist und was eher nebensächlich. 


  • Kommunikation mit Kunden

    In diesem Beruf hast du sehr viel Kontakt mit Kunden und Fahrgästen – ob du nun am Infoschalter arbeitest oder ein Fahrzeug im Linienverkehr steuerst. Stets bist du freundlich und hilfsbereit.

  • Moderne Technologien einsetzen

    Wenn du in der Führerkabine einer U-Bahn oder am Bildschirm der Leitstelle arbeitest, gehört der Umgang mit moderner Technik zum Berufsalltag. Als Mitarbeiter im Kundenservice ist Technikwissen dagegen nicht ganz so wichtig.

  • Englischkenntnisse anwenden

    Wenn du im Kundenservice arbeitest, solltest du gut Englisch können, zum Beispiel um ausländische Touristen über Linien und Fahrpreise zu informieren. In anderen Bereichen wie etwa dem technischen Service sind Sprachkenntnisse dagegen nicht so wichtig.

  • Organisieren

    Wenn du im Kundenservice oder als Fahrer arbeitest, spielt die Organisation eine untergeordnete Rolle. Ganz anders in der Leitstelle, wo du viel Organisationsgeschick brauchst, etwa wenn du schnell Ersatz für einen ausgefallenen Bus organisieren musst.

  • Zupacken

    Körperliche Fitness ist in diesem Beruf nicht Voraussetzung. Im technischen Service, wo du Fahrzeuge reinigst und reparierst, kann es aber durchaus dazugehören, selbst mit anzupacken

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Andreas Scheuer

Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."