01.03.2010

Das Netz vergisst nichts: Arbeitgeber googeln Bewerber im Internet

Jugendliche, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, sollten darauf achten, dass keine unliebsamen Informationen über sie im Netz kursieren. Denn manche Arbeitgeber durchsuchen das Internet nach Informationen über ihre Bewerber.

Facebook
Achte darauf, welche Spuren du im Internet
hinterlässt.
© Gina Sanders - Fotolia

Du bist in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ aktiv und tauschst dich online gerne mit Freunden über alles aus, was euch beschäftigt? Häufig lädst du Fotos vom letzten Urlaub oder der letzten Party vom Wochenende hoch? Klar, im Internet ist das alles ganz einfach möglich. Allzu sorglos solltest du aber nicht mit Informationen und Bildern auf Online-Portalen umgehen - aus vielerlei Gründen. Einer davon ist ganz sicher die Jobsuche. Denn spätestens wenn du dich bei einem Unternehmen um einen Ausbildungsplatz bewirbst, könnten dir unliebsame Informationen, die im Netz kursieren, schwer auf die Füße fallen.

Du solltest dir klar machen, dass Unternehmen im Internet Informationen über potenzielle Kandidaten für einen freien Ausbildungsplatz einholen. Unbedachte Kommentare, die du auf Foren eingestellt hast oder peinliche Party-Fotos, die du lieber nicht deinem künftigen Arbeitgeber zeigen würdest, könnten dich schnell aus dem Rennen werfen. Eine aktuelle Studie des Higtech-Branchenverbandes Bitkom zeigt, dass sich mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Unternehmen im Internet über Bewerber informieren. 

Befragt wurden 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche. Am häufigsten nutzen Unternehmen Internet-Suchmaschinen wie Google, um nach Spuren von Bewerbern im Netz zu fahnden. Immerhin fast ein Fünftel (19 Prozent) sucht zusätzlich in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ, die eher privaten Charakter haben. Das ist auch erlaubt. Personalchefs achten besonders kritisch auf Hinweise von übermäßigem Alkohol- oder Drogenkonsum. Aber auch viele Rechtschreibfehler in Deinen Online-Kommentaren oder schäbige Ausdrücke sind nicht gerne gesehen. Deshalb solltest du dich im Internet an bestimmte Regeln halten, mit denen du dein Google-Profil sauber halten kannst.

Häufig können Inhalte, die du einmal ins Netz gestellt hast, nicht so einfach wieder entfernt werden können. Relativ einfach geht das auf dem Account in sozialen Netzwerken, aber in öffentlichen Foren ist das schon schwieriger. Außerdem könnten andere Internetnutzer Bilder oder andere Daten bereits kopiert und selbst an andere Stelle ins Netz gestellt haben.

Checkliste:

  • Stelle alle deine Profile in sozialen Netzwerken auf „privat“ – so kannst du sicher stellen, dass nur deine Freunde Zugriff auf die darin enthaltenen Daten haben
  • Keine Beschimpfungen, Diffamierungen oder Diskriminierungen anderer Personen in Blogs oder Foren einstellen und natürlich keine negativen Aussagen über frühere Chefs/Arbeitgeber
  • Wilde Party-Pics haben in deinem Account grundsätzlich nichts verloren
  • Streitigkeiten mit Freund oder Freundin nicht im Internet austragen! Allzu persönliche Informationen solltest du niemals preisgeben
  • Prüfe dich selbst: Von Zeit zu Zeit und ganz sicher vor einer Bewerbung solltest du mal selbst deinen Namen googeln oder über spezielle Dienste wie Yasni.de oder 123.people.de suchen
  • Entferne peinliche Fotos oder Kommentare aus deinen eigenen Profilen; bei öffentlichen Chatforen bleibt dir nichts anderes übrig, als den Betreiber der Website zu kontaktieren und ihn zu bitten, deine Einträge zu löschen!

TIPP:  Viele gute Informationen zum richtigen Verhalten im Internet findest du unter www.watchyourweb.de. Dort kannst du dich selbst testen, wie fit du für das Web bist!

 

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."

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