03.01.2013

Der Auswahltest: Jetzt sind Nerven gefragt

Wenn du eine Bewerbung an ein Unternehmen geschickt hast, wirst du vielleicht zu einem Auswahltest eingeladen. Das ist eine gute Nachricht, denn es zeigt, dass man dich jetzt näher kennen lernen will. / Mit nützlichen Tipps für den Auswahltest

Einstellungstest
Manche Unternehmen testen im Auswahltest,
ob ein Bewerber stressresistent ist.
© Michael Rehmus/Fotolia

Auswahltests gibt es vor allem bei größeren Unternehmen, wo sich oft viele Interessenten auf die Ausbildungsplätze bewerben. Mit Hilfe solcher Tests wird überprüft, ob du wirklich für die Stelle geeignet bist und den Herausforderungen im Beruf gewachsen bist. Übrigens: Es gibt verschiedene Bezeichnungen für solche Tests, zum Beispiel „Eignungstest“, „Einstellungstest“ oder „Assessment-Center“.

So können die Tests aussehen

Je nach Unternehmen und Ausbildungsberuf können Auswahltests ganz unterschiedlich ablaufen. Manchmal musst du schriftliche Aufgaben lösen, so ähnlich wie du sie aus der Schule kennst. Das können Rechenaufgaben sein, Sprachtests oder Fragen zur Allgemeinbildung – zum Beispiel, wie der derzeitige Bundespräsident heißt.

Es gibt aber auch Testaufgaben, bei denen das Lösen von praktischen Problemen im Vordergrund steht – oft im Team zusammen mit anderen Bewerbern. Was konkret zu tun sein könnte, hängt auch vom angestrebten Ausbildungsberuf ab:

Wenn du Berufskraftfahrer werden willst, könnte es eine Testaufgabe sein, mit Hilfe einer Straßenkarte die schnellste Route von Bochum nach Berlin zu finden.

Angehende Fachkräfte für Lagerlogistik könnten vor die Herausforderung gestellt werden, Pakete fachgerecht zu verpacken oder Kisten möglichst platzsparend in einem Container zu verstauen.

Bei kaufmännischen Berufen wird oft eine typische Situation im Büro nachgestellt. Zum Beispiel: Ordne verschiedene Termine nach ihrer Dringlichkeit! Oder: Versuche, einen Kunden in einem nachgestellten Telefongespräch vom Angebot deiner Firma zu überzeugen!

Die richtige Vorbereitung

Wenn du die Einladung zu einem Auswahltest erhältst, solltest du dich gut vorbereiten. Dein Allgemeinwissen verbesserst du, indem du die Zeitung liest oder dich online über das Tagesgeschehen informierst. Es gibt zahlreiche Bücher und auch Internetseiten mit Übungsfragen, zum Beispiel bei www.planet-beruf.de oder bei der Bundesagentur für Arbeit.

Nützliche Tipps für deinen Auswahltest:

Pünktlich punktet:

Überleg dir, wie du zu der Firma kommst und wie lange du für die Anreise brauchst. Am besten planst du so, dass du schon eine Weile vor Beginn vor Ort bist. Dann bringt dich auch ein verspäteter Bus nicht aus der Ruhe.

Die richtige Kleidung:

Kleider machen Leute! Zieh dich also ordentlich und dem Anlass gemäß an. Bei kaufmännischen Berufen werden meist ein Anzug oder Kostüm erwartet. Nimm außerdem eine Tasche mit Schreibsachen und etwas zu Essen und Trinken mit. Auch eine Armbanduhr solltest du dabei haben. Eingeschaltete Handys sind tabu!

Immer freundlich sein:

Sei locker, aber höflich – auch den anderen Bewerbern gegenüber. Denn bei solchen Auswahlverfahren wird auch beobachtet, ob du teamfähig bist und mit anderen Leuten gut klarkommst.

Keine Panik:

Lass dich bei den Tests nicht aus der Ruhe bringen. Oft ist die Zeit bei den Aufgaben absichtlich sehr knapp gehalten. So sieht das Unternehmen, ob du auch mit Stress umgehen kannst. Arbeite trotzdem konzentriert und ordentlich. Überspringe notfalls einzelne Aufgaben, die zu schwierig sind oder zu lange dauern würden.

Lass dich nicht unterkriegen:

Auch wenn du nach dem Auswahltest nicht genommen wirst. Es kann eben immer nur ein Teil der Bewerber die begehrten Stellen erhalten. Aber wer weiß: Vielleicht kannst du die gewonnenen Erfahrungen dafür nutzen, beim nächsten Auswahltest so richtig aufzutrumpfen!

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Andreas Scheuer

Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."