20.10.2021 | Umweltfreundlicher Transport

Auch Pakete fahren mit dem Bus

Die Frankfurt University of Applied Sciences und die Hochschule Hannover haben ein Konzept zum kombinierten Transport von Personen und Gütern im ländlichen Raum entwickelt.

Die Idee, Pakete mit dem Bus zu transportieren, gab es unter anderem schon bei DHL - allerdings fuhren diese Busse nicht autonom © Janine Schmitz/dpa/picture alliance

Frankfurt am Main. Ein autonomer Kleinbus, das auf dem Hinweg Pakete ausfahren und auf dem Rückweg Bürger zum Arzt, zum Einkaufen oder einem anderen Termin mitnehmen kann: Für das Forschungsvorhaben „Kombinom“ schlossen sich das Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Forschende der Hochschule Hannover (HsH) zusammen, um den Transport im ländlichen Raum zu verbessern und gleichzeitig Güter zu transportieren – umweltfreundlich.

Ziel war die Erstellung einer daten- und konzeptbezogenen Potenzialanalyse. Dazu wurden anwendungsspezifische Daten zusammengestellt, um das räumliche, zeitliche und wirtschaftliche Potenzial kombinierter autonomer Verkehre im ländlichen Raum herauszufinden und, in einem möglichen Folgeprojekt, den Einsatz autonomer Kleinbusse im ländlichen Raum zu simulieren. Das abgeschlossene Projekt Kombinom wurde im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND“) mit insgesamt rund 100.000 Euro durch das Bundesverkehrsministerium gefördert.

Leere Busse transportieren Güter von A nach B

In Zeiten geringer Personentransportnachfrage stehe das Fahrzeug somit auch für anderweitige Transportaufgaben, wie der Abwicklung von lokalen Warenverkehren, zur Verfügung. „Durch die Kombination von ÖPNV und Logistik entsteht eine Symbiose. Diese hat das Potenzial ökologische und ökonomische Einsparungen beziehungsweise Synergien zu erzeugen“, erklärt Christoph von Viebahn von der Hochschule Hannover und ergänzt: „Wir konnten erfolgreich berechnen, wie sich das Zusammenspiel von Einkaufen und Belieferung in der Summe auf Verkehr und Umwelt auswirken.“

Im Rahmen des Projekts wurde der Zugang von existierenden Datenquellen im Bereich des ÖPNV (etwa Fahrgastzahlen, Fahrtzeiten, Auslastung und Verkehrsdichte) überprüft und der Güterverkehr im ländlichen Raum (Transportvolumina, zeitliche Verteilung und Stakeholder) evaluiert. (ste/sn)

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