26.07.2021 | Projekt Anita

Autonomes Fahren im Containerverkehr

Ein autonom-fahrender Kombiverkehr? Im KV-Terminal Ulm wird dies Wirklichkeit. Im Projekt Anita testen die Partner MAN, Deutsche Bahn, Duss, Götting und Hochschule Fresenius Anwendungen zur Automatisierung im Realbetrieb.

Innovativ unterwegs: Digitalisierung und Automatisierung ermöglichen es, den Container-Umschlag von Straße zur Schiene effizienter abzuwickeln © MAN Truck & Bus

In Ulm Dornstadt arbeiten Deutsche Bahn, MAN Truck & Bus, die Hochschule Fresenius und das Unternehmen Götting an einem Projekt namens Anita (Autonome Innovation im Terminalablauf): Auf dem Container-Depot von DB Intermodal Services und dem DUSS-Terminal (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße) sollen sich vollautomatisierte Lkw künftig selbstständig bewegen.

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Damit sich Lkw und Terminalumgebung „verständigen“ können, hat die Hochschule Fresenius jetzt die Ergebnisse ihrer Studie vorgestellt. Darin hatten die Wissenschaftler in Kooperation mit MAN Verhaltensweisen von Menschen und Maschinen vor Ort analysiert, um sie in digitale Prozesse und Regelwerke zu überführen. So soll ein modular aufgebauter Schaltplan für autonome Transporte entstehen.

Schneller, effizienter, planbarer

Im Rahmen des Projektes sollen die Logistikprozesse innovativ umgestaltet werden. „Entscheidende Faktoren für die Weiterentwicklung des Terminalbetriebs sind sowohl Digitalisierung als auch Automatisierung. Sie ermöglichen es, Transporte schneller, effizienter sowie planbarer abzuwickeln und die Kapazität bestehender Infrastrukturen zu steigern“, erklärt Andreas Schulz, Geschäftsführer der DUSS. „Die digitale Systemsteuerung ermöglicht es, den fahrerlosen Truck reibungslos in die logistischen Abläufe der Terminals zu integrieren“, ergänzt Christian T. Haas, Leiter des Instituts für komplexe Systemforschung an der Hochschule Fresenius.

Auch in anderen Containerterminals der Deutsche Bahn haben Haas und sein Team die logistischen Abläufe im Vorfeld analysiert und miteinander verglichen. Denn die digitale Plattform soll so aufgesetzt werden, dass sie auch als Grundlage für andere Standorte genutzt werden kann, an denen autonome Lkw für Transporte genutzt werden - wie etwa in Containerterminals, an Häfen oder auf Industrieanlagen. Herausforderungen seien die je nach Standort sehr heterogenen Strukturen.

Die Fahrten zwischen dem DUSS-Terminal und dem Container-Depot von DB Intermodal Services dienen dabei auch der Entwicklung der technischen Voraussetzungen für autonom abgewickelte Hub-to-Hub Verkehre. Den rechtlichen Rahmen für solche Einsätze haben erst kürzlich Bundestag und Bundesrat mit dem Gesetz zum autonomen Fahren beschlossen. 

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