26.08.2019 | Baden-Württemberg

Bahnunternehmen wollen an einem Strang ziehen

In Baden-Württemberg haben sich Eisenbahnunternehmen dazu verpflichtet, sich gegenseitig keine Lokführer abzuwerben und gemeinsame Standards bei Rekrutierung und Ausbildung zu setzen.

Lokführer
Bahnunternehmen in Baden-Württemberg wollen sich gegenseitig keine Lokführer mehr abwerben (Symbolfoto) © Deutsche Bahn AG/Jet-Foto Kranert

Der bundesweite Mangel an Lokführern ist eine große Herausforderung im Verkehrssektor. Darum wollen die Bahnunternehmen in Baden-Württemberg bei der Personalsuche künftig gemeinsame Standards setzen und so die Situation im Nahverkehr auf der Schiene im Land weiter verbessern. Wie das baden-württembergische Verkehrsministerium meldet, haben sich die führenden Eisenbahnunternehmen in einer Erklärung dazu verpflichtet, kontinuierlich weiter Personal in diesem Bereich auszubilden. Vor allem sei man sich einig in dem Ziel, Anreize für mehr Ausbildung zu setzen, da ein gegenseitiges Abwerben von Personal kein Mittel ist, um das branchenweite Personalproblem zu lösen.

In der am 22. August unterzeichneten Erklärung verpflichten sich die Unternehmen, gemeinsame Standards bei der Rekrutierung und Ausbildung neuer Mitarbeiter zu setzen, zum Beispiel was die Investitionen in die Ausbildung und finanzielle Anreize angeht. Zudem sollen Ausbildungskostenpauschalen gezahlt werden, wenn bei anderen Firmen ausgebildete Lokführer übernommen werden. Zu den Unterzeichnern gehören Abellio Rail, die Albtal Verkehrs Gesellschaft, DB Regio Baden-Württemberg, DB S-Bahn Stuttgart, Go-Ahead, SBB Deutschland,  SWEG und die Württembergischen Eisenbahngesellschaft (Transdev). 

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."