09.04.2021 | Güter- und Personenverkehr

Bahnverband: Einheitliches Ausbildungsprinzip bewährt sich

Seit vergangenem Jahr bilden die Mitgliedsbetriebe des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen nach einem einheitlichen Ausbildungsprinzip im Güter- und Personenverkehr aus und sind bislang zufrieden.

Lokführer Lokführerin
Die Berufsbilder bei den Eisenbahnen werden immer digitaler © kmn-network/Istock

Nach einem halben Jahr des harmonisierten Ausbildungs- und Prüfverfahrens im Güter- und Personenverkehr auf der Schiene zieht das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) eine positive Bilanz: Das neu entwickelte, vereinheitlichte Ausbildungsprinzip habe sich im Praxiseinsatz bewährt, heißt es von dem Verband.

Das harmonisierte Ausbildungs- und Prüfungsverfahren, das sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr anwendbar ist, wurde 2019 und 2020 von einer Arbeitsgruppe von Unternehmen aus dem NEE entwickelt und im Dialog mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) finalisiert. Das einheitliche Ausbildungs- und Prüfungsverfahren der Güterbahnen ist durch Bündelung und Aktualisierung von Ausbildungsinhalten entstanden. Es soll zu einer Branchenlösung werden und mehr Einsatzmöglichkeiten für das so ausgebildete Personal schaffen. In der Folge erhoffen sich die Unternehmen, attraktiver für den Nachwuchs zu werden.

„Die Güterbahnen bieten systemrelevante, damit sichere sowie gut bezahlte und abwechslungsreiche Jobs. Es ist kein Geheimnis, dass viele Eisenbahnverkehrsunternehmen trotzdem unter Fachkräftemangel leiden. Um weiter wachsen zu können, bilden die meisten Bahnen mittlerweile selbst aus. In dieser Situation die Ausbildung zu vereinheitlichen, ist eine win-win-win-Situation.“ Das hohe Sicherheitsniveau werde nach seinen Worten weiter gestärkt, die Ausgebildeten seien mobiler innerhalb der Branche und die Ausbildung werde effizienter für alle Beteiligten.

Zwar verändern sich die Berufsbilder, weil die Verkehre auf der Schiene zunehmend digitaler werden, doch insbesondere Lokführer und Lokführerinnen würden auch in den kommenden Jahrzehnten dringend gebraucht, betont das NEE. Praktisch flächendeckende Tarifverträge seien Standard und das Gehaltsniveau liege deutlich höher als im Straßengüterverkehr. Auch während der Krise bilden die Unternehmen im Schienengüterverkehr aus, die Zahl der Auszubildenden wächst kontinuierlich.

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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