11.11.2022 | Berufswahl

Girls'Day macht technische Berufe für Mädchen interessant

Mädchen entscheiden sich noch immer häufig für Berufe oder Studienfächer, in denen Frauen bereits überrepräsentiert sind. Dem will der jährliche Girls'Day entgegen wirken. Offenbar mit Erfolg, wie eine Umfrage ergab.

Mädchen denkt über berufliche Zukunft nach
Der Girls'Day ermutigt Mädchen, bei der Berufswahl auch über technische Ausbildungen nachzudenken © drubig-photo/Fotolia

Nach wie vor gilt: Mädchen und junge Frauen in Deutschland schöpfen ihre Berufsmöglichkeiten und damit ihre Zukunftschancen nicht voll aus. Auch mit guten bis sehr guten Schulabschlüssen entscheiden sich Mädchen noch immer häufig für Berufe oder Studienfächer, in denen Frauen bereits überrepräsentiert sind. Technische Berufe gelten dagegen nach wie vor als Männerdomäne. Auch in der Logistik gibt es hier starken Nachholbedarf – etwa bei den Berufskraftfahrer*innen, wo der Frauenanteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt, sowie bei Mechatroniker*innen und den auch in der Logistik dringend gesuchten IT-Fachkräften.

Dem will der jährliche Girls'Day entgegen wirken: der Mädchen-Zukunftstag bietet praktische Einblicke in technische und naturwissenschaftliche Berufe, soll den Anteil der Mädchen und Frauen in diesen Bereichen stärken und fördern und zukunftsträchtige Berufsfelder für sie erschließen. 

Doch bringt das auch was? Im Vorfeld des diesjährigen Zukunftstags, der am 27. April stattfindet, wurde eine Erhebung zur Wirkung des Girls'Day durchgeführt. Dazu wurden mehr als 5.000 Schülerinnen ab elf Jahren vor und nach ihrer Teilnahme am Aktionstag 2022 befragt. Demnach können sich danach deutlich mehr Schülerinnen (21 Prozent) vorstellen, zum Beispiel einen Beruf in der Informationstechnologie und der Informatik zu ergreifen, als vorher (12 Prozent). Auch andere, bislang männlich dominierten Berufsfelder, werden interessanter: "Die Schülerinnen denken nach ihrem Girls'Day häufiger darüber nach, einen technischen Beruf wie Elektronikerin oder Mechatronikerin zu ergreifen – der Anteil steigt von sechs Prozent vor dem Aktionstag auf 17 Prozent danach", sagt Romy Stühmeier, Leiterin der Bundeskoordinierungsstelle des Girls'Day.

"Am Girls'Day können Mädchen in Berufe hineinschnuppern, unter denen sie sich zuvor vielleicht gar nichts vorstellen konnten. Das hilft bei einer Ausbildungs- und Berufswahl ohne Klischees und eröffnet mehr Möglichkeiten und größere Freiräume im späteren Leben. Einfach mal ausprobieren, mitmachen und dranbleiben – das empfehle ich. Am Schluss profitieren alle, wenn Mädchen sich ohne Vorurteile für einen Beruf entscheiden", sagt Bundesfrauenministerin Lisa Paus.

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