29.09.2021 | City-Logistik

Gütertram für nachhaltigen Warentransport

Zum Auftakt der 2. Nationalen Radlogistik- Konferenz in Frankfurt am Main haben die örtliche Verkehrsgesellschaft und der Lastenradspezialist Onomotion demonstriert, wie der Warentransport per Straßenbahn funktionieren kann.

Onomotion Gütertram VGF
Über eine Rampe wird der Ono-Container mit wenigen Handgriffen in die Gütertram gerollt © Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) hat der Berliner Mobilitätsdienstleister Onomotion demonstriert, wie Güter in standardisierten Containern mit einer Gütertram und mit dem E-Lastenrad Ono transportiert werden. Das Zusammenspiel mehrerer Verkehrsträger auf der „mittleren“ und „letzten Meile“ wie Straßenbahn und E- Cargobike wurde zum Auftakt der Nationalen Radlogistik- Konferenz in der Main-Metropole gezeigt.

Das Gütertram-Konzept an sich ist nicht neu. Bereits vor einigen Jahren gab es Pilotprojekte in  Frankfurt und anderen Städten. Diese Idee wird nun ein Stück weitergedacht. Die Partner integrieren in dem Ansatz die bestehende Infrastruktur wie Straßenbahnschienen, Tramzüge und emissionsfreie E-Lastenräder. Ausgangspunkt der Testfahrt in Frankfurt war der VGF-Betriebshof Gutleut. Dort zeigte Onomotion, wie die standardisierten und kompakten City-Containern vom Lastenrad abgenommen und ohne viel Mühe über eine Rampe in die Straßenbahn gerollt und dort befestigt werden können.

Die Container mit einem Fassungsvermögen von 2,1 Kubikmetern und einer Länge von 1,70 Metern passen demnach ohne Probleme in den Mehrzweckbereich einer Straßenbahn. Also dort, wo sonst Kinderwagen und Rollstühle Platz haben. Nach einer kurzen Fahrt an die Wendeschleife der Frankfurter Messe werden die Container wieder auf der ONO befestigt. „Die Straße wird den Verkehrsstau in den Städten nicht lösen können. Mit Schienenfahrzeugen und einer integrierten Lastenradbelieferung bieten wir eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative, die viel Potenzial hat“, sagt Onomotion-Geschäftsführer Beres Seelbach.

Aus der Perspektive des Unternehmens ist die Zusammenführung von Tram und Cargobike die konsequente Umsetzung des Whitepapers „Intermodale Logistikkette im urbanen Raum“. Onomotion hatte dieses gemeinsam mit Partnern Anfang des Jahres veröffentlicht. Die Autoren zeigten am Beispiel von Frankfurt am Main, dass mithilfe eines kombinierten Verkehrs bis zu 80 Prozent der innerstädtischen Lieferungen realisiert und die CO2-Emissionen um knapp 64 Prozent reduziert werden könnten. 

„Die VGF testet und prüft Optionen der Gütertram bereits seit 2018 mit unterschiedlichen Partnern. Wir sind begeistert, wieviel Potenzial in dieser Idee liegt und wie sich das Projekt technisch und inhaltlich weiterentwickelt hat “, erklärt Michael Rüffer, Geschäftsführer der VGF.

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