18.07.2022 | Supply-Chain-Management

Logistik-Doktoranden lösen knifflige Live Case Study

Die Dortmunder PhD School of Logistics hat fünf Doktorandinnen und Doktoranden ausgezeichnet, die als Team eine Live Case Study aus dem Bereich Fashionlogistik am besten gelöst hatten. Und die hatte es in sich.

PhD School of Logistics Live Case Study 2022 Gewinner
Das Siegerteam der Live Case Study (v.l.): Dominik Bons, Simon Kammerer, Lara Kuhlmann, Alexander Lunin und Julian Brinkmeyer © Graduate School of Logistics

Die Lieferketten - englisch: Supply Chains – sind vor allem in der Fashionbranche sehr komplex. Eine Jeanshose reist bis zu 20.000 Kilometer von der Produktion bis in den Laden. Die Lieferkette hat mindestens 20 Stationen. Erschwerend kommt hinzu, dass die aktuellen Krisen die Lieferzeiten verlängern und die Preise nach oben drücken.

Mit diesem Hintergrund sahen sich Nachwuchswissenschaftler konfrontiert, die als Team eine Live Case Study aus dem Bereich Fashionlogistik an der Dortmunder PhD School of Logistics, der Summer School der Graduate School of Logistics, lösen sollten. Insgesamt nahmen vier interdisziplinäre Teams mit insgesamt 19 jungen Frauen und Männern an der Live Case Study während der 7. PhD School of Logistics (4. bis 8. Juli) im Fraunhofer-Institut für Logistik und Materialfluss IML teil. Als Kooperationspartner lud der Veranstalter Experten der Open-Source-Initiative Open Logistics Foundation sowie des Bochumer SCM-Softwarenbieters Setlog ein.

Die Teilnehmenden bekamen vor dem Hintergrund einer volatilen Wirtschaft die Aufgabe, aktuelle Daten aus der Textilindustrie zu analysieren und ein Konzept für das Supply-Chain-Management (SCM) zu präsentieren, das flexibel, resilient, nachhaltig und zukunftsweisend ist. Die Teams konnten dabei selbst entscheiden, welche Kennzahlen sie optimieren – beispielsweise Kosten, Lieferzeit oder Transportrouten. Sie mussten aber Vorschläge liefern, wie die Lieferketten mithilfe von Plattformen optimiert werden, die auf Blockchain-Technologie basieren. Sie sollten zudem ausführen, welche bekannten Open Source-Komponenten helfen, die Lösung zu implementieren.

„Eine besondere Herausforderung für die Teams war der zeitliche Druck während der Live Case Study. Für die Erarbeitung waren nur neun Stunden vorgesehen, für die Präsentation vor der Jury nur 15 Minuten“, so Prof. Michael Henke, Sprecher des Vorstandes der Graduate School of Logistics an der TU Dortmund.

Die Live Case Study aus dem Bereich Fashionlogistik am besten gelöst hatten am Ende fünf Doktorandinnen und Doktoranden: Michael Henke gratulierte der Gruppe bestehend aus Dominik Bons (Lehrstuhl für Unternehmenslogistik, TU Dortmund), Simon Kammerer (Institute of Energy Systems, Energy Efficiency and Energy Economics), Lara Kuhlmann (Graduate School of Logistics), Alexander Lunin (TU Darmstadt) und Julian Brinkmeyer (Lehrstuhl für Unternehmenslogistik, TU Dortmund).

„Die Teilnehmenden zeigten, dass modernes Supply Chain Management enorm von digitalen Technologien wie Blockchain und Open Source-Komponenten profitiert. Ohne sie sind die flexiblen, resilienten und nachhaltigen Lieferkettennetzwerke von morgen nicht denkbar“, so Henke.

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