24.07.2019 | Hyperloop als Transportmittel der Zukunft

Münchner Studenten gewinnen erneut Hyperloop-Wettbewerb

Rasende Kapseln in Teilvakuum-Röhren sollen den Personen- und Gütertransport revolutionieren. Bei einem Wettbewerb in den USA haben Münchner Studenten gezeigt, wie das klappen kann.

Hyperloop
Zukunfts-Visualisierung: Kapseln (Pods) sollen wie eine Art Rohrpost mit an die 1000 Stundenkilometern für den Personen- und Gütertransport eingesetzt werden © malp/stock.adobe.com

Mit ihrer rasenden Kapsel haben Studenten der Technischen Universität (TU) München wieder einen Hyperloop-Wettbewerb gewonnen. Das windschnittige Fahrzeug namens Pod, das durch eine nahezu luftleere Röhre raste, erreichte am Sonntag (Ortszeit) in Los Angeles (USA) eine Geschwindigkeit von 463 Stundenkilometern, wie die Uni am Montag mitteilte. Damit blieb der Pod knapp unter dem im vergangenen Jahr ebenfalls von der TU aufgestellten Weltrekord von 467 Stundenkilometern.

Der Hyperloop soll einmal den Personen- und Gütertransport revolutionieren und beispielsweise das Verkehrschaos in Großstädten beseitigen. In einer Teilvakuum-Röhre sollen Kapseln (Pods) wie eine Art Rohrpost mit an die 1000 Stundenkilometern – annähernd Schallgeschwindigkeit – unterwegs sein. Das Vorhaben steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Um die Idee des Hyperloops bekannt zu machen, hatte Tech-Milliardär Elon Musk, Chef des E-Autobauers Tesla und der Raketenfirma SpaceX, 2015 einen Wettbewerb unter Universitäten weltweit ausgeschrieben. Daraufhin entwickelten die TU und weitere Unis entsprechende Kapseln.

Bevor die TU-Studenten am Sonntag ihr Fahrzeug in der ein Kilometer langen Röhre in Los Angeles fahren lassen durften, musste das Team zahlreiche Sicherheitstests bestehen, wie ein TU-Sprecher sagte. Von 21 Teams bestanden nach Angaben des Sprechers nur vier europäische die Tests.

Auf Platz zwei kam das Team Swissloop, ein Verein von Studierenden der ETH Zürich und weiterer Schweizer Hochschulen. Dritter wurde das Team EPFLoop der L'Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (Schweiz). (dpa/ja)

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