09.06.2021 | Neuvorstellung

DAF präsentiert seine neuen schweren Lkw

Die neuen XF, XG und XG+ wurden als erste Lkw nach den neuen Abmessungsregeln der EU konstruiert. DAF verspricht unter anderem um bis zu zehn Prozent geringere Verbräuche und neue Superlative in Sachen Kabinengeräumigkeit.

DAF Lkw 2021
So sehen sie aus, die neuen schweren Lkw von DAF © DAF

Auf diesen Augenblick haben nicht nur die Fans der Marke lange gewartet: DAF hat endlich die letzten Tarnelemente von seiner neuen schweren Baureihe gelüftet - das Fachmagazin VerkehrsRundschau berichtet brandaktuell von dem Neuen aus Eindhoven. Demnach durften die DAF-Ingenieure mit dem berühmten Stück weißen Papier beginnen. Denn der Neue nutzt als erster seiner Art die neuen Regularien der EU-Kommission, die bei den Abmessungen mehr Raum für aerodynamische und sicherheitsfördernde Maßnahmen erlauben. Die nutzt DAF indem das Fahrerhaus vorne um 16 Zentimeter verlängert und entsprechend aerodynamisch abgerundet wurde, was den größten Beitrag zum laut Hersteller um 10 Prozent gesenkten Verbrauch, bezogen zum vergleichbaren Vorgängermodell, liefert. Von letzterem übernimmt der Neue lediglich den Namen XF.

Die Bezeichnung steht allerdings nur für das Basismodell mit der kleinsten Kabine, die 7,5 Zentimeter niedriger baut als die Version des bisherigen, mittleren Kabine „Space-Cab“. Je nach Position im Fahrerhaus spricht DAF von einen Innenhöhe 1,90 und 2,07 Meter. Wem das nicht genügt, der kann zur XG oder zur Topkabine XG+ greifen, die jeweils 12,5 oder 22 Zentimeter höher bauen als das Fahrerhaus des XF. Der besondere Clou besteht allerdings in der Länge der XG-Kabinen. Sie bieten besonders üppige Platzverhältnisse von bis zu 12,5 Kubikmetern und bis zu 2,20 Meter Stehhöhe. Allen Kabinen gemein ist eine große, verglichen zum Vorgänger tiefer gezogene Frontscheibe, die zusammen mit schmaleren A-Säulen für deutlich bessere Sichterverhältnisse sorge dürfte.

Nach hinten hat der Kunde ab sofort die Wahl zwischen klassischen Außenspiegeln oder dem optionalen Kameraspiegelsystem, welches die Haupt- und Weitwinkelspiegel ersetzt. Womit DAF nach Daimler zweite Hersteller ist, der die Außenspiegel digitalisieren kann. 

Beim Bedienkonzept mixt DAF Digitales mit konventionellen Schaltern. Immer Serie ist das digitale Zentraldisplay mit Tacho und Drehzahlmesser, ein weiteres in der Mittelkonsole biete die Niederländer als Option an. Viele lässt sich über das neue Multifunktionslenkrad bedienen. Nachlegen will DAF im nächsten Jahr noch eine elektronisch gesteuerte Feststellbremse. Ab Serienstart zu haben sind dagegen andere Sicherheitsfeatures, wie Bremsassistent, Spurhalteassistent und die Notbremsleuchten. Der neueste Notbremsassistent ermöglicht vollautonome Notbremsungen, um einen Aufprall auf stehende und sich bewegende Fahrzeuge bei einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h zu verhindern. Zudem erkennt der Abbiegeassistent andere Verkehrsteilnehmer oder Objekte auf der Beifahrerseite.

Vorgenommen hat DAF sich ebenfalls die Motoren. Dank neuen Einspritzdüsen, neuen Zylinderköpfen und Motorblöcken sowie einem neuen Aufbau von Kolben und Laufbuchsen und neuen Turboladern wurden die Aggregate nochmals auf Effizienz getrimmt.  DAF beteiligt sich auch weiterhin nicht am PS-Wettrüsten mancher Konkurrenten, die Niederländer belassen es bei 530 PS im Maximum, gestellt vom MX-13-Motor. Mehr Leistung gibt es aber trotzdem, dank erhöhter und früher anliegender Drehmomente.

In Sachen Service führt DAF mit der neuen Generation unter anderem „Over-the-Air-Updates“ ein. Damit können XF, XG und XG+ auf den neuesten Softwarestand gebracht werden, ohne in die Werkstatt zu müssen. (bj)

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