12.07.2017 | Vernetzte Kolonnenfahrten

DB Schenker startet 2018 Platooning-Test

Für das Projekt erhalten Schenker, MAN und die Hochschule Fresenius vom Bundesverkehrsministerium eine Förderung über zwei Millionen Euro.

MAN Platooning
Auf der A 9 testet DB Schenker ab 2018 Platooning im Alltagsbetrieb © MAN

Die Bahn-Tochter DB Schenker startet im Frühjahr 2018 in Zusammenarbeit mit MAN und Hochschule Fresenius einen Versuch mit elektronisch unterstützten Kolonnenfahrten für Lastwagen, dem so genannten Platooning. Darunter versteht man ein System für den Straßenverkehr, bei dem mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Systemen vernetzt werden und in geringem Abstand hintereinander fahren können. Alle Lkw im Platoon sind mittels elektronischer Kommunikation verbunden.

Die Kooperationspartner werden erstmals Lkw-Platoons im Alltagsbetrieb auf dem Digitalen Testfeld Autobahn A9 über mehrere Monate auf ihre Praxistauglichkeit und Systemsicherheit sowohl im realen Straßenverkehr als auch in den Logistikabläufen von Schenker testen. Dabei sollen auch potentielle Auswirkungen der neuen Technologie auf den Beruf des Lkw-Fahrers beleuchtet werden. Zu Beginn des Tests verkehren die Lkw zunächst ohne Ladung, um die Fahrbedingungen im Alltagsverkehr zu untersuchen und die Fahrer zu schulen. Im Laufe des Jahres 2018 sollen dann bis zu drei Fahrten täglich mit realen Ladungen unterwegs sein. Das Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert das Platooning-Projekt mit rund zwei Millionen Euro.

„DB Schenker leistet mit seinen Projektpartnern Pionierarbeit, um die Markteinführung der Platooningtechnologie für Lkw in Deutschland vorzubereiten. Mit frühzeitigen, umfassenden Tests im realen Straßenverkehr belegen wir einmal mehr unsere Vorreiterrolle bei der Digitalisierung“, sagt Schenker-CEO Jochen Thewes.

Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt werde das automatisierte und vernetzte Fahren schon bald Realität: „Mit dem Projekt Lkw-Platooning kommt die Technologie vom Labor auf die Straße. Die Hightech-Trucks halten sicheren Abstand und kommunizieren miteinander. Der Verkehr fließt flüssiger und sicherer, die Kapazität auf unseren Straßen und der Komfort in der Kabine steigen. Fahrer und Umwelt werden dadurch entlastet.“

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