26.06.2020 | Coronakrise

Die Ausbildungsprämie kommt

Die Bundesregierung hat ein 500 Millionen Euro schweres Hilfsprogramm auf den Weg gebracht, das kleinen und mittelgroßen Ausbildungsbetrieben in der Coronakrise hilft und damit auch vielen Azubis zugutekommt.

Azubis Studenten Karrierestart
Damit Azubis trotz Coronakrise weiter durchstarten können, nimmt die Regierung viel Geld in die Hand © VadimGuzhva/Adobestock.com

Um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf dem Lehrstellenmarkt abzufedern, hat die Bundesregierung das Programm "Ausbildungsplätze sichern" abgesegnet. Es sieht Maßnahmen in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen in den Jahren 2020 und 2021 vor. Gefördert werden Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen durchführen.

Betriebe, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind, bekommen 2000 Euro Prämie für jeden für das Ausbildungsjahr 2020/2021 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag, sofern sie ihr Ausbildungsniveau halten. Erhöhen Unternehmen sogar ihr Ausbildungsplatzangebot, kommen 3000 Euro für jeden zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag hinzu. Ausbildungsbetriebe, die in der Krise für Azubis sowie deren Ausbilder keine Kurzarbeit anmelden, sollen mit einer Förderung von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung belohnt werden. Diese Unterstützung greift für jeden Monat, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat und ist befristet bis zum 31. Dezember 2020.

Auch Übernahme fremder Azubis wird gefördert

Mit einer Prämie von 1500 Euro gefördert werden zudem Betriebe, die Azubis anderer Unternehmen im Rahmen einer sogenannten Auftrags- oder Verbundausbildung übernehmen, wenn die ursprünglichen Ausbildungsbetriebe die Ausbildung pandemiebedingt übergangsweise nicht fortsetzen können. Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister werden mit 8000 Euro unterstützt. Hier läuft die Befristung bis zum 30. Juni 2021. Unternehmen, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen, erhalten - ebenfalls befristet bis zum 30. Juni 2021 - eine Prämie von 3000 Euro pro Azubi.

Mit diesen Eckpunkten will die Bundesregierung den Fachkräftenachwuchs für die nächsten Jahre sichern. Eine wichtige Rolle bei der Erstellung spielte die Allianz für Aus- und Weiterbildung. Ihr gehören Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Länder, von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften an. (akw)

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."

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