26.06.2019 | BIBB-Studie

Digitalisierung fördert mehr Aus- und Weiterbildung

Das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat rund 3.500 Betriebe zum Zusammenhang zwischen betrieblicher Kompetenzförderung und Technologienutzung befragt. Ausbildungsbetriebe weisen demnach einen höheren Digitalisierungsindex auf als Betriebe, die nicht ausbilden.

Arbeit 4.0
Die fortschreitende Digitalisierung führt zu grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt © magele-picture/stock.adobe.com

Die fortschreitende Digitalisierung führt zu grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt, die sich auf sämtliche betriebliche Arbeits- und Geschäftsprozesse sowie auf die Arbeitsanforderungen an die Beschäftigten auswirkt. Dies sind zentrale Ergebnisse einer Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), für die rund 3.500 Betriebe zum Zusammenhang zwischen betrieblicher Kompetenzförderung und Technologienutzung untersucht wurden. Das kam dabei unter anderem heraus:

Je höher der Digitalisierungsgrad eines Betriebes, desto eher nehmen die Beschäftigten an Weiterbildungen teil. Zur Ermittlung des betrieblichen Digitalisierungsgrades wurden 13 Technologien abgefragt. Demnach liegt bei Betrieben mit hohem Digitalisierungsgrad die Weiterbildungsquote der Beschäftigten bei 92 Prozent, bei Betrieben mit einem geringen Digitalisierungsgrad dagegen nur bei 58 Prozent. Ähnliches gilt auch für betriebliche Aufstiegsfortbildungen: 22 Prozent der hochdigitalisierten Betriebe fördern ihre Beschäftigten entsprechend. Damit liegen sie zehn Prozentpunkte über dem in der Befragung ermittelten Durchschnittswert.

Auch Ausbildungsbetriebe weisen – unabhängig von der Betriebsgröße – im Durchschnitt einen höheren Digitalisierungsindex auf als Betriebe, die nicht ausbilden. Auszubildende erwerben somit im Rahmen ihrer dualen Berufsausbildung das notwendige Know-how sowie praktische Kenntnisse im Umgang mit neuen digitalen Technologien, folgert das BIBB.

Was mit steigendem Digitalisierungsgrad ebenfalls zu nimmt, sind flexible Arbeitsformen. Insgesamt verfügte über die Hälfte der befragten Betriebe (55 Prozent) über eine Gleitzeitregelung. Bei Betrieben mit hohem Digitalisierungsgrad waren es 62 Prozent. Das Arbeiten im Homeoffice wird in Betrieben mit hohem Digitalisierungsgrad mehr als doppelt so häufig (39 Prozent) genutzt als in Betrieben mit niedrigem Digitalisierungsgrad (18 Prozent).

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