14.10.2020 | Forschungsprojekt

Elektrisch angetriebener Lkw-Trailer spart 20 Prozent CO2 ein

Neue Antriebskonzepte für Nutzfahrzeug-Anhänger können helfen, die Emissionen im Verkehrssektor zu senken, wie ein Forschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit zeigt.

Fraunhofer LBF Hochvolt-Energiespeicher für LKW-Trailer
Forschende im Fraunhofer LBF haben einen Hochvolt-Energiespeicher für LKW-Trailer entwickelt © Fraunhofer LBF

Nicht nur Elektro-Antriebe für Lkw und Zugmaschinen können dazu beitragen, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken, sondern auch neue Antriebskonzepte für Nutzfahrzeug-Anhänger. Darauf weist das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF)  hin. In einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Verbundforschungsprojekt entwickelten die Wissenschaftler einen besonders leichten Hochvolt-Energiespeicher für einen elektrisch angetriebenen Sattelauflieger und konnten den Verbrauch des Gesamtfahrzeugs dank dieses Lkw-Trailers nach eigenen Angaben auch auf langen Strecken um rund 20 Prozent senken. Der zusätzliche Achsantrieb habe darüber hinaus die Traktionseigenschaften verbessert und ermögliche ein autarkes Rangieren des Anhängers.

Die Traktionskomponenten des von Industrie, der TU Darmstadt und zwei Fraunhofer-Instituten entwickelten autarken Lkw-Trailers mit elektrischem Antriebsmodul sind demnach so dimensioniert, dass neben der Bremsenergierückgewinnung eine kurzzeitige Traktionsunterstützung und die Lastpunktverschiebung der Sattelzugmaschine erreicht wird. Die Forschergruppe rüstete den EV-Trailer mit einer in den Königszapfen integrierten Dünnschichtsensorik sowie eigener Steuerungs- und Regelungstechnik aus. Dadurch sei nur ein Minimum an Fahrzeugkommunikation notwendig. Und mit geringen Geschwindigkeiten lasse sich die Zugmaschine unabhängig manövrieren, so die Forschenden.

Anlässlich der virtuellen Veranstaltung „Fraunhofer Solutions Days“, 26. bis 29. Oktober 2020, präsentiert das Fraunhofer-Team weitere Informationen zum Projekt: www.lbf.fraunhofer.de/solutiondays

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