13.01.2021 | Alternative Antriebe

Elektro-DAF bewähren sich im Container-Einsatz

Der Logistiker Contargo setzt seit 19 Monaten zwei vollelektrische DAF CF im Container-Verteilerverkehr rund um Duisburg ein.

DAF Contargo E-Lkw
Seit 19 Monaten sind die beiden DAF CF Electric im Großraum Duisburg unterwegs © DAF Trucks

Seit 19 Monaten sind zwei DAF CF Electric-Sattelzüge beim Logistikdienstleister Contargo im Containerverkehr im Einsatz. Die vollelektrischen 4x2-Sattelzugmaschinen bringen Container aus dem Duisburger Hafen ins Hinterland und zurück.

Die Strom-DAF sind für 37 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Statt eines Verbrennungsmotors schlägt ein Elektro-Herz mit 210 kW Leistung unter ihrem Blech. In der neuesten Generation der Stromer versorgt ein relativ kleiner und leichter Lithium-Ionen-Akku mit 315 kWh effektiver Kapazität das Aggregat mit Strom. Während sich die beiden Contargo-Trucks noch mit rund 100 Kilometern Reichweite begnügen müssen, soll die aktuelle Generation des CF Electric laut Hersteller 200 Kilometer ohne Nachladen schaffen.

Doch auch mit der geringeren Reichweite zeigt sich Contargo zufrieden mit den CF Electric. Die beiden Fahrzeuge werden allerdings auch bewusst nur mit leichteren Containern auf kurzen Strecken im Duisburger Raum losgeschickt. Holprig sei allerdings der Projektstart gewesen: Das Aufladen der Akkus klappte nicht gleich, weil die Kommunikation zwischen Lkw und Ladeinfrastruktur versagte. Hier musste anfangs nachjustiert werden – nun läuft das System reibungslos.

Das Nachladen geschieht über Nacht im Duisburg Intermodal Terminal (DIT) über Nacht. Ein Zwischenladen für mehr Reichweite ist derzeit nicht vorgesehen, wäre aber per Schnellladung mit 150 kW in 30 Minuten auf 80 Prozent der Batteriekapazität ebenfalls möglich. Pluspunkte sammeln die DAF CF Electric laut Contargo übrigens auch bei den Fahrern. Sie freuen sich über das starke Anzugsvermögen, über weniger Lärm und kaum Vibrationen in der Kabine. Bedienung, Handling und „Nachtanken“ seien ebenfalls unkompliziert. Nur ungern würden die Fahrer wieder auf einen Lkw mit klassischem Dieselantrieb wechseln. (bj)

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