03.06.2020 | Allianz für Aus- und Weiterbildung

Gesicherte Ausbildung trotz Coronakrise

Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Länder, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften wollen gemeinsam die duale Ausbildung in Krisenzeiten sichern. Unter anderem sollen Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, eine Übernahmeprämie erhalten.

Azubis vor Tafel
Azubis sollen auch in Krisenzeiten ihre duale Ausbildung erfolgreich beenden können © contrastwerkstatt/Fotolia

Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Länder, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH und der Gewerkschaften haben Ende Mai unter Vorsitz von Bundeswirtschaftsminister Altmaier eine Gemeinsame Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung angesichts der Corona-Krise verabschiedet. Die Partner wollen dafür sorgen, dass Auszubildende trotz der derzeit schwierigen Situation ihre Ausbildung fortsetzen und ihre Prüfung ablegen können. Zudem verfolgen sie gemeinsam das Ziel, auch in den kommenden Ausbildungsjahren genügend Ausbildungsplätze anbieten zu können.

„Die duale Ausbildung ist ein Markenkern unseres Landes und unser Ticket in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Deshalb müssen wir sie gerade in schwierigen Zeiten am Laufen halten. Mir ist wichtig, dass junge Menschen auch im Jahr 2020 eine Ausbildung beginnen oder abschließen können. Um das zu ermöglichen, haben wir verschiedene Hilfsmaßnahmen vereinbart“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Konkret verständigten sich die Partner der Allianz unter anderem darauf, dass Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, zeitlich befristet eine Übernahmeprämie erhalten können. Zudem sollen Betriebe zur Stabilisierung des Ausbildungsjahres 2020/21 die Vorteile der Verbundausbildung und der Auftragsausbildung stärker nutzen können. Außerdem wollen die Allianzpartner Jugendliche und Betriebe – auch mit mehr digitalen Formaten - im kommenden Ausbildungsjahr noch gezielter beraten und vermitteln.

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Pandemie sollen weiter beobachtet werden, gegebenenfalls würden weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes ergriffen.

„Mit allen Maßnahmen, die wir heute auf den Weg bringen, senden wir ein starkes Signal: Wir kämpfen um jeden Ausbildungsplatz. Übernahmeprämie, Verbund- und Auftragsausbildung und als letztes Auffangnetz die außerbetriebliche Ausbildung werden helfen, die Zukunftschancen der jungen Generation zu sichern. Damit sagen wir den Jugendlichen: Ihr werdet gebraucht. Bewerbt Euch um einen Ausbildungsplatz, geht auf die Betriebe zu, nutzt die vielen Ausbildungsplatzbörsen und Beratungsangebote“, sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende.

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Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
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