11.10.2021 | Klimaschutz-Studie

Grüner Strom und alternative Antriebe sind kein Gegensatz

Das Institut für Wärme und Mobilität fordert die Politik auf, in Sachen Klimaschutz aktiver zu werden - etwa mit der Förderung alternativer Kraft- und Brennstoffe.

Studie Wasserstoff
Eine Studie zeigt: Erneuerbarer Strom und alternative Kraftstoffe schließen sich nicht gegenseitig aus © dpa/picture alliance/Fotostand/Gelhot

In ihrer neuen Leitstudie zeigt die Deutsche Energie-Agentur (dena) Wege in eine klimaneutrale Gesellschaft auf. Dabei wird klar: Wir benötigen hierzulande deutlich mehr erneuerbare Energie - sowohl grünen Strom als auch Wasserstoff und alternative flüssige Kraft- und Brennstoffe. Umso wichtiger sei, dass die Politik nun schnell angemessene Rahmenbedingungen für den Markthochlauf erneuerbarer Fuels (Kraftstoffe) schafft. Darauf weist das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hin, das sich als einer von mehr als 70 Projektpartnern an der Studie beteiligt hat.

Entscheidend sei demnach, jetzt endlich entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen: „Wir brauchen mehr erneuerbare Energie - so viel und so schnell wie möglich. Im Hinblick auf alternative Fuels sollte die künftige Bundesregierung daher Rahmenbedingungen schaffen, die einen Markthochlauf im industriellen Maßstab ermöglichen", fordert IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Treibhausgasarme und -neutrale Kraftstoffe sollten demnach künftig zum Beispiel gar nicht mehr oder zumindest deutlich geringer besteuert werden als fossile Kraftstoffe, so wie es der Vorschlag der EU-Kommission zur Überarbeitung der EU-Energiesteuer-Richtlinie vorsieht. Dies wäre ein wichtiger Schritt für den Markthochlauf. Darüber hinaus sei eine Stärkung geeigneter Ausschreibungsprogramme wie zum Beispiel H2 Global erforderlich, um die notwendigen Investitionen in die Herstellung synthetischer Kraftstoffe auch international anzureizen. (ste)

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