11.02.2019 | Letzte Meile

Lastenrad statt Lieferwagen

Hermes testet in Cottbus und Umland den Einsatz zweier Lastenräder: In der Cottbuser Altstadt werden somit Päckchen und Pakete ab sofort emissionsfrei zugestellt.

Hermes Lastenrad Cottbus
Hermes liefert in Cottbus Pakete neuerdings auch per Lastenrad aus © Hermes

Cottbus. Die Vorteile einer Paketzustellung per Lastenrad liegen auf der Hand: geringere Verkehrsbelastung und eine emissionsfreie Zustellung für eine lebenswertere Stadt. Das weiß auch Paketzusteller Hermes und liefert in der Cottbuser Altstadt Päckchen und Pakete neuerdings auch per Lastenrad aus. „In kleineren Großstädten wie in Cottbus können wir aufgrund nahegelegener Zustellbasen sogar direkt die Innenstadt mit dem Lastenrad beliefern und so auf die Etablierung eines Mikrodepots verzichten“, erklärt Michael Peuker, New Mobility Manager bei Hermes Germany. Das habe den Vorteil, dass der Logistiker vollständig in seinen etablierten Standardprozessen arbeiten könne und keinen zusätzlichen Zulieferverkehr und Sendungsumschlag an einem Mikrohub organisieren müsse. „Grund genug für uns, einen Einsatz in Cottbus zu testen und Erfahrungen für weitere andere kleinere Großstädte zu sammeln“, so Peuker.

„Wir können mit den Akkus einen ganzen Tag lang fahren“, ergänzt Mario Krüger, Depotleiter in Cottbus bei Hermes Germany. „Über Nacht werden diese dann wieder aufgeladen und sind am nächsten Tag voll einsatzfähig.“ Das Ziel ist einleuchtend: Mit dem Lastenrad sollen konventionelle Lieferwagen in der Innenstadt möglichst ersetzt werden. „Besonders in einer so fahrradbegeisterten Stadt wie Cottbus kommt unser Engagement bisher sehr gut an“, sagt Krüger.

Das Pilotprojekt in Cottbus ist ein weiterer Schritt im Gesamtkonzept „Urban Blue“, für das Hermes 2018 mit dem Nachhaltigkeitspreis Hanse Globe ausgezeichnet wurde. Darunter fasst das Unternehmen verschiedene neue Mobilitätskonzepte zusammen, die neben alternativen Zustellmethoden, etwa per Lastenrad, auch die sukzessive Elektrifizierung der Transporterflotte umfasst. Klares Ziel: Bis zum Jahr 2025 soll die Zustellung in den Innenstädten der 80 deutschen Großstädte emissionsfrei erfolgen.

Verwandte Meldungen

Azubis vor Tafel
03.06.2020
Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Länder, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften wollen gemeinsam die duale Ausbildung in Krisenzeiten sichern. Unter anderem sollen Firmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, eine Übernahmeprämie erhalten.
Mehr
HMM Algeciras Containerschiff
01.06.2020
Das größte Containerschiff der Welt, die HMM Algeciras, tritt in Kürze seine Jungfernfahrt an. Die Maße des Schiffes sind beeindruckend.
Mehr

ÜBER UNS

Die Nachwuchsinititative

"Hallo, Zukunft!" ist eine Nachwuchsinitiative für Ausbildungsberufe in Verkehr, Transport und Logistik des Verlag Heinrich Vogel und seiner Fachzeitschriften. „Hallo, Zukunft!“ kooperiert mit Pro-Fahrer-Image (PROFI), einem Verein zur Förderung der Transportlogistikbranche.

Mehr
Anzeige

Unterstützer & Fördermitglieder

SCHIRMHERRSCHAFT

Andreas Scheuer

Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."

INITIATOREN