19.06.2017 | Spenden-Auktion

Peter Maffays Tour-Truck versteigert

Ein MAN-Tattoo-Truck, der bei Peter Maffays Tour im Einsatz war, kam unter den Hammer. Insgesamt kamen 120.000 Euro für die Maffay-Stiftung zusammen.

Peter Maffay Tour-Truck
Peter Maffay und MAN-Vertriebs-Vorstand Heinz-Jürgen Löw mit dem Spendenscheck © VerkehrsRundschau/Gerhard Grünig

Eine stattliche Summe kam zusammen, als der Lkw-Hersteller MAN und Sänger Peter Maffay am Mittwoch in München zur Versteigerung aufgerufen haben: Insgesamt gehen 120.000 Euro an die Maffay-Stiftung, die sich um traumatisierte und kranke Kinder und Jugendliche kümmert.

Schmuckstück der Auktion war ein Tattoo-Truck der Marke MAN, der bei der Tour des bekannten Sängers Bühnenequipment durch ganz Deutschland gefahren hat. Der Zuschlag ging am Ende an Hermann Stegmaier, Geschäftsführer der Lkw-Vermietung BSF. Er ersteigerte den Lkw für 102.000 Euro. Er will den noch einmal komplett aufbereiteten 18.440 Euro 6 mit exklusiver Top-Ausstattung in die Vermiet-Flotte nehmen und 50 Prozent der Erlöse daraus an die Maffay-Stiftung spenden. Übergeben hat den Lkw in München MAN-Vertriebsvorstand Heinz-Jürgen Löw, der auch noch eine Vollgarantie draufgelegt hat, als die Gebote die 100.000 Euro erreicht haben.

Der Truck hat eine spannende Geschichte: MAN und Maffay haben seit 2012 eine Kooperation - MAN stellt die Trucks und Busse für die Tourneen des Musikers zur Verfügung. 2014 entstand die Idee zu den Tattoo-Trucks: Künstler stellten Entwürfe vor, bei denen Maffays Lieder oder Liedtexte in Kunstwerke umgesetzt werden sollten. Sechs der Entwürfe wurden ausgewählt und umgesetzt und zur IAA 2014 präsentiert. Zum schönsten der Trucks wählte eine Jury den Lkw, der jetzt unter den Hammer kam. Es handelt sich um die Interpretation des Songs „Schwarze Linien“, der Entwurf stammt von Sebastian Bieler. Umgesetzt hat das Design der bekannte Dachauer Lackierer Walter Maurer sowie Martin Dippel.

Außerdem kamen eine Triple-Platin Platte, die Maffay für 600.000 verkaufte Exemplare seines aktuellen Albums erhalten hat, und ein Studiotag mit dem Sänger unter den Hammer. Insgesamt kamen so 115.000 Euro zusammen, die MAN auf 120.000 Euro aufstockte.

Maffay bot an, den Lkw persönlich zu überführen, wenn die Gebote die 100.000 Euro überschreiten. Da der Sänger aber keinen Lkw-Führerschein hat, wird Gerhard Grünig, Chefredakteur der VerkehrsRundschau, einspringen und mit ihm den Lkw bei BSF vorbeifahren. Auch der Verlag Heinrich Vogel will die Maffay-Stiftung mit 2000 Euro unterstützen. (ks)

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