16.11.2020 | Alternative Antriebe

Praxisversuch mit Brennstoffzellen-Lkw gestartet

Düsseldorf ist Teil eines Projekts, das in sechs nordwesteuropäischen Regionen emissionsfreie Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw im schweren Güterverkehr testet. Erster Praxispartner ist der Logistikdienstleister ABC-Logistik.

Wasserstoff-Lkw NRW ABC-Logistik Pinkwart
Von links bei der Übergabe des ersten H2-LKW an ABC-Logistik: Frank Koch (EnergieAgentur.NRW) Andreas Pinkwart (NRW-Wirtschaftsminister), Holger te Heesen (ABC-Logistik) und Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller © LHD/Melanie Zanin

Pionierarbeit in Nordrhein-Westfalen: In Düsseldorf startet ein Praxisversuch mit einem wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkw im innerstädtischen Lieferverkehr. Darüber informierte die Stadt Düsseldorf in einer Pressemitteilung. Der Test gehört demnach zum grenzüberschreitenden Projekts „H2-Share“, das in sechs nordwesteuropäischen Regionen emissionsfreie Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw im schweren Güterverkehr erprobt. Düsseldorf ist nach eigenen Angaben die einzige Testregion in Deutschland.

Der Düsseldorfer Logistikdienstleister ABC-Logistik ist der erste Praxispartner, der den Einsatz des 27-Tonnen-Lkw der niederländischen Firma VDL erprobt. Während des Tests, der bis zum 22. Dezember 2020 läuft, wird der Lkw in Düsseldorf-Holthausen an einer im vergangenen Jahr eröffneten Wasserstofftankstelle von H2 Mobility betankt.

Teil des Projekts ist auch die Entwicklung einer mobilen Wasserstofftankstelle durch die Firma Wystrach aus Weeze am Niederrhein. „H2-Share“ wird durch das Interreg-Programm Nordwesteuropa mit 1,7 Millionen Euro an EU-Mitteln gefördert.

„Mit der Reduzierung der Lieferverkehre und dem Einsatz von Brennstoffzellen-Lkw revolutionieren wir die Lieferlogistik - bis zu 20 Fahrten ohne Nachladen schafft der Brennstoffzellen-Lkw zur Belieferung der Düsseldorfer Innenstadt emissionsfrei“, sagte Holger te Heesen, geschäftsführender Gesellschafter von ABC-Logistik.

Erst am Montag hatte Nordrhein-Westfalens Energie- und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) eine „Wasserstoff-Roadmap“ vorgestellt. Darin ist unter anderem vorgesehen, dass bis 2025 mindestens 400 Lkw mit Brennstoffzellen über die Straßen des Bundeslands rollen sollen. Um deren Versorgung mit dem alternativen Kraftstoff zu gewährleisten, plant Pinkwart bis zum selben Jahr rund 20 Wasserstofftankstellen für Lkw einzurichten.

Bis zum Jahr 2030 soll dann die Zahl der Brennstoffzellen-Lkw mit einem zulässigen Gewicht von über 20 Tonnen auf 11.000 Stück steigen und in NRW mindestens 200 Wasserstoff-Tankstellen für Lkw und Pkw zur Verfügung stehen. (sn)

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