17.06.2019

TU Chemnitz stellt autonomes Transportsystem vor

Die Technische Universität Chemnitz hat im Rahmen eines Forschungsprojekts gemeinsam mit drei deutschen Unternehmen ein fahrerloses Transportsystem entwickelt.

TU Chemnitz FTS
"Hubert" kann sowohl einem Menschen folgen, als auch autonom vorgegebene Strecken abfahren © Komsa

"Hubert“ – so heißt das kleine, vierrädrige Gefährt, das wie ein Wagen aussieht und dafür konzipiert ist, Mitarbeiter in der Logistik zu entlasten und ihnen unnötige Wege abzunehmen. Der Prototyp des fahrerlosen Transportsystems (FTS) wurde in einem dreijährigen Forschungsprojekt in Kooperation mit dem Sensorsystem-Hersteller Sick und den Softwareunternehmen iFD und  Livingsolids entwickelt und vergangene Woche in Hartmannsdorf vorgestellt. Gestestet wird das FTS im neuen Logistikzentrum des Telekommunikationsunternehmens Komsa.

In mehreren eintägigen Testläufen habe „Hubert“ in den vergangenen Wochen bereits die Komsa-Logistik „erkundet“, teilen die Projektpartner mit. Dabei musste sich der Roboter nicht nur an die Umgebung gewöhnen, sondern zugleich lernen, auch auf dynamische Hindernisse zu achten und entsprechend seine Position zu wechseln. Was „Hubert“ nämlich von bisherigen Entwicklungen unterscheidet: Ein 3D-Sensor erkennt den Menschen und ermöglicht eine Kollaboration über den üblichen autonomen Fahrmodus hinaus.  „Der Wagen wurde bewusst für die Zusammenarbeit mit Menschen konzipiert“, erklärt Christoph Allmacher von der Professur Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik der TU Chemnitz, welcher das Forschungsprojekt in seiner Schlussphase hauptverantwortlich betreut.

In der Komsa-Logistik werden verschiedene Szenarien getestet. So soll das Transportsystem autonom leere Kartons zu einem der Logistik-Mitarbeiter bringen und ihm dadurch Zeit für andere Aufgaben verschaffen. Während des Packvorgangs soll “Hubert“ dem Mitarbeiter, der die Kartons mit Artikeln bestückt, folgen. Sind alle Kartons gepackt, fährt der beladene Wagen eigenständig zur Packstrecke.

Verwandte Meldungen

Best Azubi 2020 Teaserbild
18.09.2020
Auf die Gewinner von "Best Azubi", Deutschlands größtem Wissenswettbewerb für angehende Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung, warten 10.000 Euro Preisgeld.
Mehr
Hellmann Top Ausbildung Auszeichnung
16.09.2020
Hellmann Worldwide Logistics hat zum zweiten Mal von der IHK Osnabrück das Qualitätssiegel „Top Ausbildung“ erhalten.
Mehr

ÜBER UNS

Die Nachwuchsinititative

"Hallo, Zukunft!" ist eine Nachwuchsinitiative für Ausbildungsberufe in Verkehr, Transport und Logistik des Verlag Heinrich Vogel und seiner Fachzeitschriften. „Hallo, Zukunft!“ kooperiert mit Pro-Fahrer-Image (PROFI), einem Verein zur Förderung der Transportlogistikbranche.

Mehr
Anzeige

Unterstützer & Fördermitglieder

SCHIRMHERRSCHAFT

Andreas Scheuer

Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."

INITIATOREN