08.07.2019 | Ausbilden statt Abwerben

Vereinbarung zur Erstattung von Ausbildungskosten für Lokführer

Derzeit verzeichnen viele Unternehmen einen Mangel an Triebfahrzeugführern. Nun haben sich elf Eisenbahnverkehrsunternehmen zusammengetan und eine Vereinbarung zur Erstattung von Ausbildungskosten unterschrieben.

Teilnehmer Vereinbarung Ausbildung statt Abwerben
Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Althusmann (Bildmitte) mit den beiden LNVG-Geschäftsführerinnen Carmen Schwabl (rechts sitzend) und Susanne Haack (links sitzend), zusammen mit den Geschäftsführungen der Eisenbahnunternehmen © LNVG

Am 3. Juli 2019 haben elf Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs), in Anwesenheit des niedersächsischen Verkehrsministers Bernd Althusmann, eine Vereinbarung zur Erstattung von Ausbildungskosten unterschrieben. Die Eisenbahnen im Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen haben sich das Ziel gesetzt, die Situation im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu verbessern. Um zu verhindern, dass aus Angst vor Abwerbeversuchen der Mitbewerber weniger Personal ausgebildet wird, möchten sich die Bahnen mit der Vereinbarung untereinander zur Erstattung von Ausbildungskosten verpflichten. Wechselt ein Triebfahrzeugführer innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Ausbildung das Unternehmen, soll sich der neue Arbeitgeber verpflichten, dem alten die Ausbildungskosten anteilig zu erstatten.

Dabei steht das Thema Fachkräftemangel im Vordergrund. Mit ihren Unterschriften unter dem Vertrag über die Ausbildungskostenerstattung wollen die Bahnunternehmen in Niedersachsen und Bremen ihr gemeinsames Engagement zur Fachkräfteausbildung bekräftigen.

Im Beisein von Bernd Althusmann, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, unterzeichneten Abellio Rail Mitteldeutschland, Bentheimer Eisenbahn, Cantus Verkehrsgesellschaft, DB Regio, Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser, Erixx, Eurobahn KEOLIS Deutschland, Metronom Eisenbahngesellschaft, NordWestBahn, Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe sowie die WestfalenBahn die Vereinbarung.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), in deren Räumen die Vertragsunterzeichnung stattfand, wird als sogenannte Clearingstelle die Vereinbarung koordinieren und zwischen den Teilnehmern vermitteln. Dazu soll sie von den beteiligten Bahnunternehmen unter anderem Informationen über die entstandenen Ausbildungskosten erhalten und im Falle eines Wechsels etwaige Erstattungszahlungen berechnen.

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Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."