Was ist Logistik?

Die Transport- und Logistikbranche sorgt dafür, dass Güter zu einer bestimmten Zeit in der richtigen Menge am passenden Ort ankommen. Täglich, rund um die Uhr und weltweit.

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    Webbrowser
    Bestellung per Mausklick

    Hannah braucht ein neues Smartphone. Im Onlineshop sucht sie nach den neuesten Modellen und wird fündig. Ein paar Mausklicks später ist die Bestellung perfekt. Zwei Tage später klingelt der Paketbote und Hannah ist stolze Besitzerin ihres neuen Handys. „Ganz schön einfach“, denkt sie sich. Von wegen! Bevor das neue Gadget an Hannahs Haustür ankommt, hat es eine kleine Weltreise hinter sich: von der chinesischen Metropole Shanghai nach Deutschland. Dahinter steckt die Arbeit von Logistikfachkräften. Sie organisieren Tag für Tag den Transport von Waren rund um den Globus – per Lkw, Schiff, Zug.

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    Einige Wochen zuvor im Zentrallager des Elektroversands: Die Halle ist riesig – größer als ein Fußballfeld. Von Tablets und Smartphones über Bluetooth-Boxen bis hin zu Haushaltsgeräten werden alle Produkte aufbewahrt, die der Händler anbietet und an Haushalte in ganz Deutschland verschickt.

    Hier arbeitet Theresa. Sie ist Fachkraft für Lagerlogistik und hat den Überblick, welche Waren im Lager ankommen und wieder versendet werden. Im Moment ist das Smartphone, für das sich Hannah interessiert, sehr angesagt. Das kann Theresa mithilfe der Lagerverwaltungs-Software erkennen. Damit es keine Lieferengpässe gibt, beauftragt sie die Einkaufsabteilung, den Bestand aufzustocken.

    Lager, Elektroversand
    Im Zentrallager des Elektroversands
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    Kauffrau für Groß- und Außenhandel
    Ein Auftrag für die Einkausabteilung

    Dieser Auftrag geht an Elisabeth. Sie hat eine Ausbildung zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement gemacht. Vom Schreibtisch aus bestellt sie Waren aus aller Welt. Im Moment steht sie in Kontakt mit einem großen Elektronikhersteller aus China, der Geräte in guter Qualität zu Spitzenpreisen produziert. Sie gibt gleich eine Großbestellung auf und kann bei der Verhandlung noch einen Rabatt aushandeln. Die Bestellung macht sie übrigens auf Englisch – der Geschäftssprache im internationalen Handel.

    Elisabeth erfährt, dass die Ware schon in wenigen Tagen am Hafen von Shanghai in einem Container bereitsteht. Jetzt gilt es, die Lieferung nach Deutschland zu bringen. Also ruft sie bei einer Hamburger Reederei an, die eine regelmäßige Schifffahrtslinie von China nach Deutschland betreibt

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    Bei der Reederei erreicht sie die Schifffahrtskauffrau Lena. Sie ist dafür zuständig, dass die Frachträume auf der Linie Shanghai–Hamburg ausgelastet sind. Auf einem der Schiffe ist noch Platz für genau einen Container. Lena kalkuliert die Kosten für den Transport sorgfältig durch. Weil der Elektroversand ein guter Kunde ist, macht sie Elisabeth einen Sonderpreis. Für beide Seiten ein gutes Geschäft!

    Damit die Ladung wie geplant auf Reisen gehen kann, muss Lena noch viel organisieren. So trägt sie den Transport ins digitale Reservierungssystem ein, schickt per E-Mail eine Benachrichti- gung an den Kapitän und kümmert sich natürlich auch um die Zollunterlagen und Frachtpapiere.

    Schiffscontainer
    Ein guter Deal für die Reederei
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    Binnenschiffer, Hafenschiffer
    Die Schiffsentladung am Hafen

    Wenn das Schiff in Hamburg ankommt, hilft Hafenschiffer Orhan beim Festmachen und Entladen des Schiffs. In modernen Häfen geschieht der anschließende Containerumschlag heute übrigens oft halb- oder vollautomatisch.

    An Land wartet dann bereits Christine. Als Fachkraft für Hafenlogistik kontrolliert sie, ob mit der Lieferung alles stimmt. Ist die Ware vollzählig? Wurde etwas beim Transport beschädigt? Mit routiniertem Blick erkennt sie, dass alles okay ist, trägt die Daten am Laptop ein und gibt die Ware frei. Außerdem kümmert sie sich ums Entladen der Container. Ab jetzt gehen die Elektro- geräte als Stückgut weiter, zum Beispiel in Kartons, die auf Holzpaletten gestapelt sind. Der Container dagegen geht nun wieder auf Reisen.

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    Beim Überseehandel gibt es übrigens auch Alternativen zum Schiffstransport. Manche Waren werden zum Bei- spiel als Luftfracht befördert. Das geht deutlich schneller als mit dem Containerschiff – ist dafür aber auch teurer. Vor allem kleine und sehr eilige Güter wie Briefe, Zeitungen oder auch ver- derbliche Waren werden mit dem Flugzeug transportiert.

    Wenn es besonders schnell gehen muss, lässt sich auch der Onlinehändler per Luftfracht beliefern. In diesem Fall ist Carla für den Transport zuständig. Die Luftverkehrskauffrau arbeitet für eine Fluggesellschaft und kümmert sich um organisatorische Dinge rund um die Luftfracht. Zum Beispiel berechnet sie Versandgebühren, führt Preisverhandungen mit den Geschäftspartnern und erstellt Staupläne für den Frachtraum der Flieger.

    Luftverkehrskauffrau 2020
    Die Alternative für den Überseehandel
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    Speditionskaufmann
    Weiterfahrt per Schiene oder Schiff?

    Zurück zur Elektrogerätelieferung aus Shanghai: Diese wird wenige Stunden nach der Ankunft im Hafen wieder auf Reisen geschickt. Das macht Fabian, ein Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Er arbeitet für eine Spedition und berechnet, wie der Weitertransport am effizientesten funktioniert. Lässt sich der Transport auf der Schiene abwickeln? Dann wäre das eine Aufgabe für Manuela: Sie ist Eisenbahnerin im Betriebsdienst und arbeitet am Hamburger Güterbahnhof. Dort stellt sie Schienentransporte für ganz Deutschland zusammen.

    Oder geht es mit dem Binnenschiff weiter – die Elbe hinauf und dann über Flüsse und Kanäle bis zum Zielhafen? Das wäre dann ein Job für Christoph. Er hat eine Ausbildung zum Binnenschiffer gemacht und steuert jetzt ein Transportschiff für Containerfracht.

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    Letztlich entscheidet sich Fabian für den Transport im Lkw, weil rund um das Lager unseres Elektroversands kein Güterbahnhof oder Binnenhafen liegt. Seine Speditions-Software zeigt ihm, welches Fahrzeug der Lkw-Flotte infrage kommt, er vergibt den Auftrag an Sergej. Der Berufskraftfahrer ist ohnehin auf dem Weg nach Hamburg und hat für die Rückfahrt noch Platz.

    Am Hafen angekommen, hilft Sergej den Hafenmitarbeitern, einen Teil der Lieferung palettenweise in den Lkw zu verladen. Dann macht er sich auf den Weg zum Lager. Unterwegs gibt es Stau auf der Autobahn. Dank des Telematiksystems im Lkw wissen Fabian und auch der Elektroversand darüber Bescheid – letztendlich schafft es Sergej trotzdem noch planmäßig zum Ziel.

    Lastwagen
    Der Lastwagen bekommt den Zuschlag
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    Fachkraft Lagerlogistik Frau
    Die Ladung trifft im Logistikzentrum ein

    An der Rampe des Zentrallagers steht bereits Theresa bereit. Du erinnerst dich noch? Sie ist Fachkraft für Lagerlogistik und hat den Transport aus China vor mehreren Wochen ins Rollen gebracht. Gemeinsam mit Sergej entlädt sie den Lkw und zeichnet die Frachtpapiere ab. Dann erfasst sie die Waren mit dem Barcodescanner, sodass der Bestand im Lagerverwaltungssystem wieder aktuell ist. Anschließend bringt sie alle Artikel mit dem Gabelstapler an ihre Lagerplätze. Berufskraftfahrer Sergej ist in der Zwischenzeit schon mit dem nächsten Auftrag unterwegs.

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    Just heute bestellt Hannah ihr neues Handy beim Onlinehändler. Jetzt ist Simon an der Reihe. Der Fachlagerist kümmert sich im Lager um das Zusammenstellen der einzelnen Lieferungen – man nennt das Kommissionieren. Gut, dass seine Kollegin Theresa vor ein paar Wochen Nachschub bestellt hat. Das Lagerverwaltungssystem zeigt Simon den kürzesten Weg zu den neu angelieferten Smartphones. Er entnimmt das Handy für Hannah aus dem Lagerregal, legt es an der Verpackungsstation samt ausgedruckter Rechnung in einen Karton passender Größe und versieht diesen schließlich mit dem Adressetikett. Und schon geht Hannahs Smartphone wieder auf Reisen – diesmal als einzelnes Paket.

    Fachlagerist
    Die Lieferung ist fertig zum Versand
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    KEP-Fahrer, Paketzusteller
    Per Paketservice bis an die Haustür

    Jetzt übernimmt ein Paketservice den weiteren Transport. Dort arbeitet Leonore als Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (kurz: KEP). Von ihrem Büro aus plant sie die Fahrtrouten oder legt fest, welcher Fahrer welche Tour übernimmt. Die Fahrt vom Logistikzentrum des Versandhändlers bis zu Hannah wird Daniel übernehmen. Als ausgebildete Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen arbeitet er als Kurierfahrer. Statt Daniel hätte aber auch Max die Tour fahren können: Er hat den Beruf des Servicefahrers gelernt.

    Hätte Hannah übrigens einen Elektroherd für ihre Küche bestellt, würde wohl Johannes die Tour übernehmen. Als Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice weiß er, wie man Haushaltsgeräte anschließt.

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    Zwölf Uhr mittags: Es klingelt an Hannahs Haustür. KEP-Fachkraft Daniel steht vor der Tür und hält ein kleines Päckchen für Hannah in der Hand: Ihr neues Smartphone ist da. Noch schnell eine digitale Unterschrift auf dem Scanner – und fertig! Jetzt ist unsere globale Lieferkette vom chinesischen Shanghai bis zu Hannahs Wohnung in Deutschland abgeschlossen.

    Frau mit Handy
    Die stolze Empfängerin

ÜBER UNS

Die Nachwuchsinititative

"Hallo, Zukunft!" ist eine Nachwuchsinitiative für Ausbildungsberufe in Verkehr, Transport und Logistik des Verlag Heinrich Vogel und seiner Fachzeitschriften. „Hallo, Zukunft!“ kooperiert mit Pro-Fahrer-Image (PROFI), einem Verein zur Förderung der Transportlogistikbranche.

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Unterstützer & Fördermitglieder

SCHIRMHERRSCHAFT

Andreas Scheuer

Schirmherr der Nachwuchsinitiative "Hallo, Zukunft!" ist Andreas Scheuer MdB
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: "Die Logistik hält Deutschland am Laufen. Waren es früher in erster Linie Unternehmen, die auf Logistik angewiesen waren, so sind es heute zunehmend auch ganz normale Verbraucher. So ziemlich jeder bestellt mittlerweile Waren im Internet und freut sich, wenn sie ihm in kürzester Zeit nach Hause geliefert werden. Logistik erleichtert Menschen das Leben – und ist damit eine echte Zukunftsbranche! Ich freue mich sehr, dass die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft“ dabei hilft, Schülerinnen und Schüler für diese Zukunftsjobs zu begeistern."

INITIATOREN